Und wieder Ischgl mit Maurerreisen

Alle Jahre wieder steht Ischgl mit der Sportinsel – oder sagen wir lieber mit Maurerreisen – auf dem Programm. Da das Sportgeschäft nicht mehr existiert, ist der Treff- und Abfahrtspunkt in diesem Jahr die Kreissporthalle in Bad Camberg. Parken klappt hier zwar gut, aber das schon traditionelle Opening-Bier mit Stefan, das wir sonst immer im gegenüberliegenden Hotel getrunken haben, fällt mangels Kneipe leider aus. Also dieses Jahr ohne – aber fürs nächste Jahr müssen wir uns da definitiv etwas einfallen lassen!

Pünktlich um 22:30 Uhr trifft Michael Wahl mit dem Bus ein. Nachdem alles verladen ist und jeder seinen Platz gefunden hat, starten wir planmäßig um 23:00 Uhr Richtung Landeck. Ich finde es immer wieder angenehm, dass viele mit dem eigenen Auto anreisen – so hat im Bus fast jeder eine komplette Sitzbank für sich. Genug Platz also, um halbwegs bequem während der Fahrt zu schlafen. Nach zwei Pausen erreichen wir gegen 07:00 Uhr das Hotel Mozart in Landeck, wo wir beim Frühstück auf die anderen treffen. Wie fast immer ist unser Zimmer leider noch nicht fertig, also ziehen wir uns bei Laura, Amrei und Kathrin um. Kurz nach 09:00 Uhr geht es dann weiter nach Ischgl.

Dieses Jahr ist einiges anders: Unsere Skigruppe ist zwar komplett, aber Skiguide Anja kann aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mitfahren – gute Besserung, Anja! Heute begleitet uns Thomas, außerdem wird die Gruppe noch mit ein, zwei Mitfahrern aufgefüllt. Das Wetter ist nicht ganz optimal, aber insgesamt passt es. Im Laufe des Tages wächst die Gruppe auf zwölf Personen an – mir persönlich schon etwas zu groß, da man gefühlt ständig auf jemanden wartet. Ab Mittag wird das Wetter deutlich schlechter und irgendwie „verlieren“ wir immer mehr Mitfahrer, sodass wir am Ende des Tages nur noch zu fünft auf der Talabfahrt nach Ischgl sind. Am Bus treffen wir schließlich alle wieder und mit einem Aperol geht es zurück ins Hotel. Nach dem Einzug ins Zimmer schaue ich noch kurz in die Sauna- und Wellnessanlage – komplett umgebaut seit letztem Jahr und wirklich sehr schön geworden. Vor dem Abendessen sehen wir noch das Viertelfinale der Handball-EM und feiern begeistert den Sieg der deutschen Mannschaft, bevor es zum Essen geht.

Neuer Tag, neuer Skiguide: Heute fährt Jan mit uns und die Gruppe ist wieder auf die gewohnte Größe geschrumpft. Auch Michael Wahl, unser Busfahrer, schließt sich uns an – gehört ja quasi schon dazu. In der Nacht hat es ordentlich Neuschnee gegeben, die Pisten sind überraschenderweise aber nicht präpariert. Schon bei der ersten Abfahrt passiert es: Michael und ich stehen bereits am Lift und beobachten, wie die anderen herunterfahren, als Silke auf eine Eisplatte gerät und stürzt. Als sie sich nicht gleich aufrichtet und alle zu ihr fahren, laufe ich den Hang wieder hoch. Pures Adrenalin – nach etwa 200 Metern habe ich Puls 200+. Zum Glück geht es Silke den Umständen entsprechend ganz gut, allerdings hat sie sich an der Schulter verletzt. Wir kehren erst einmal zu zweit auf einen Kaffee im Höllenkar ein, danach fahren wir weiter. Die Schmerzen bleiben, aber Silke fährt tapfer weiter. Mittags treffen wir die anderen wieder, wechseln den Skiguide – Thomas fährt noch einmal mit uns. Nach dem Essen geht es auf ein paar weitere Pisten, zur Talabfahrt gondeln Silke und die Mädels ab. Abends steht Apres-Ski auf dem Programm, dieses Mal jedoch erstmals nicht im Fire+Ice, das uns nach dem Umbau letztes Jahr gar nicht mehr gefallen hat. Mit dem Bus – in dem schon ordentlich vorgeglüht wird – fahren wir nach See, wo in einer Bar die Party richtig losgeht.

Trotz Schmerzen in Schulter und Arm kommt Aussetzen für Silke nicht in Frage. Am Freitagmorgen geht es nach dem Frühstück – für alle mehr oder weniger schwierig 😜 – wieder nach Ischgl. Mit unserem neuen Skiguide Tom (dieses Jahr darf wirklich jeder mal 🤷🏻) fahren wir bei bestem Wetter nach Samnaun in die Schweiz. Traumhaftes Wetter, perfekte Pisten. Zum frühen Mittagessen kehren wir in der Schmuggleralm ein, doch danach kippt das Wetter. Wir fahren noch bis zur Idalp, dort trennen wir uns von den Mädels, die abgondeln – Silkes Arm macht zunehmend Probleme. Wir bleiben bis zum Ende des Skitags mit Tom unterwegs und bekommen noch einige hilfreiche Tipps vom Skilehrer. Vor dem Abendessen schauen wir das Halbfinale der Handball-EM, feiern erneut einen Sieg und gehen anschließend essen. Das Hotel hat für den Abend noch einen DJ organisiert, doch Silkes Schmerzen sind inzwischen so stark, dass wir relativ früh ins Bett gehen.

Samstag ist Abreisetag. Nach dem Frühstück wird der Bus beladen und wir fahren noch einmal früh ins Skigebiet. Die Anfahrt ist bereits mit Stau verbunden und am Parkplatz bekommen wir nur noch einen Platz in zweiter Reihe – alles voll. Samstag eben, genau wie im letzten Jahr. Oben im Skigebiet sind trotzdem erstaunlich wenige Skifahrer unterwegs: Bettenwechsel, nur Tagesgäste, keine Hotelgäste – unglaublich, was das ausmacht. Dieses Mal wechsle ich die Gruppe und fahre mit Sophie, Fabian und Elena. Sophie hatte zunächst Sorge, dass ich die Gruppe ausbremse, merkt aber nach zwei Abfahrten schnell, dass ich in den letzten Jahren einiges gelernt habe und gut mithalten kann. Es ist ein ganz besonderer Tag für mich – gemeinsam mit meiner Tochter Ski zu fahren sind Glücksmomente, die einfach nicht zu toppen sind. Bei Kaiserwetter vergeht der Tag viel zu schnell und um 15:30 Uhr startet der Bus Richtung Heimat.

Wie jedes Mal war es eine super schöne und lustige Tour mit der Sportinsel und dem Team um Thomas und Anja Maurer. Nächstes Jahr sehr gerne wieder mit euch. Umso schade, dass Anja dieses Jahr nicht dabei sein konnte – sie hat uns allen gefehlt.

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