Tour de Swiss 2024

Freitag 19.07.2024

Eigentlich war mal etwas völlig anderes, eine Radtour von Hamburg nach München, geplant aber die kann Umständehalber leider nicht stattfinden. Da wir aber wie in den letzten Jahren wieder einen gemeinsamen Urlaub unternehmen wollen wird kurzentschlossen umgeplant. Es geht in die Schweiz. Berge, Radeln und wandern. Da Steffen noch nie in Andermatt war ist das unser erstes Ziel. Sophie nutzt die Gelegenheit zur Mitfahrt gerne für einen Kurzbesuch bei Lea und Simon und fährt mit uns hin und Mittwoch mit der Bahn wieder nach Hause.

Ich hole erst Steffen und dann Sophie in Wiesbaden ab. Sophie nutzt die Reisezeit produktiv und kann, dank stabilen Internet in Karsten, noch gut vier Stunden arbeiten. Das erste mal echtes mobiles Arbeiten im Wohnmobil. Die Fahrt verläuft problemlos, einen Stau umfahren wir und der Blockabfertigung am Gotthardtunnel entgehen wir indem wir die alte Kantonalstrasse nach Andermatt nutzen. Gegen 18:00 Uhr kommen wir an und bringen Sophie erst mal ins Radisson zu Lea und Simon. Dann fahren wir zum Camping Gotthard. Wow… so gut besucht hab ich den Platz noch nicht erlebt, es ist aber gut so dann bleiben diese Plätze auch weiterhin bestehen. Nachdem wir uns angemeldet und Karsten abgestellt haben treffen wir uns mit Sophie und Lea im Gasthaus Sternen zum Rösti essen. Simon darf noch bis 22:00 Uhr arbeiten. Es ist super lecker. Anschließend treffen wir auch noch Simon mit Beate und Florian. Diese sind auch gerade auf Besuch. Man trifft sich zuhause nicht, dann halt eben im Urlaub.

Samstag 20.07.2024

Am Samstagmorgen stehe ich um 7:00 Uhr auf. Nach ich meinen Morgenkaffee gehe ich Brötchen holen im Ort. Das gehört für mich zum Urlaub. Nach dem Frühstück machen wir uns und die Räder fertig wir radeln heute auf den Gotthardpass hoch. Das Wetter passt und wir fahren am Golfplatz entlang bis Hospental. Hier fahren wir erst über die alte Gotthardstraße um dann auf die Passstrasse zu gelangen. Es ist Samstag, Ferienzeit und schönes Wetter. Eigentlich keine gute Idee hier hochzufahren. Viel zu viele Autos und Motorräder. Als wir nach 6km wieder auf die alte Strasse abbiegen können reicht es uns auch mit dem Verkehr. Hier ist aber jetzt nicht mehr viel und so kommen wir dann auch bald oben an. Wir wollen die Bergfestung Sasso San Gotthardo besichtigen aber da keiner von uns an ein Fahrradschoß gedacht hat🤦🏻‍♂️ wird daraus leider nichts🤷🏻‍♂️ schön blöd! Wir umfahren den Berg und schauen uns die Geschützstellungen und alles von außen an. Da Steffens Akku langsam zur Neige geht drehen wir um und fahren auf dem Rückweg noch einmal zum Staudamm hinauf. Als ich vor 2 Jahren hier war, war der Stausee fast leer, jetzt ist er voll und das sieht doch weitaus schöner aus.

Wir fahren zurück und als wir in Andermatt ankommen ist Steffens Akku leer, perfekte Energiewirtschaft. Wir treffen Sophie und Simon im Spycher und am Abend gehen wir nochmal gemeinsam Essen.

Sonntag 21.07.2024

Der Wetterbericht hat für heute recht behalten. Als wir am Morgen aufwachen regnet es. Gegen 9:00 Uhr hört es auf und die Sonne zeigt sich. Wir wandern mit Sophie und Simon, Hannah und Jan Phillip die auf einen Zwischenstopp auf dem Weg zum Luganer See, hier sind, zum Mittagessen zur Alphittä am Nätschen. Der Pfad hinauf ist doch sehr steil und Simon legt ein Tempo vor als ob es etwas zu gewinnen gäbe. Mit kleinen Verlusten, Steffen musste wegen Knieschmerzen umdrehen, sind wir gegen 12:00 Uhr oben und ich muss erst mal trockene Sachen anziehen, komplett nass geschwitzt. Man sitzt hier sehr schön mit einem tollen Blick übers Tal und das Essen ist auch sehr lecker. Da Hannah und JP weiter nach Lugano wollen gehen die vier direkt nach Andermatt wieder runter und ich gehe weiter erst leicht bergauf und dann am Berg entlang Richtung Unteralptal. Wunderschöner Weg der aber sehr steil wird als es ins Tal runtergeht. Ärgerlich das ich meine Wanderstöcke in Karsten vergessen habe. Hier geht auch eine MTB Tour entlang, oben bestimmt noch sehr schön zu fahren im unteren Teil aber nur auf schmalstem und sehr steilen, ausgesetzten Pfad. Für mich nicht fahrbar.  Unten im Tal angekommen geht es noch etwa 3km bis nach Andermatt. Ich komme gerade am Ort an als es leicht zu regnen beginnt. Ich ziehe schnell die Regenjacke an und packe die Kamera ein als der Regen auch direkt in einen Wolkenbruch übergeht. Ich hab mich vor einer halben Stunde mit Steffen, der mit dem Bike unterwegs ist, auf ein Bier im Spycher verabredet. Ich schaffe es gerade noch halbwegs trocken dahin….. Steffen nicht!!

Es regnet noch etwa eine halbe Stunde ergiebig, danach kommt die Sonne am Abend wieder raus. Wir grillen mit Sophie und lassen den Tag in Ruhe ausklingen.

Montag 22.07.2024

Trübes graues Wetter und leichter Regen, ab 9:00 Uhr trocken. So ist das Wetter heute angesagt. Steffen trifft sich um 11:00 Uhr mit Simon zu einer Runde Golf und ich fahre mit dem Rad. Bis ich loskomme ist es fast 12:00 Uhr und ich schaue ob ich die beiden Golfer am Platz sehe. Der Platz ist einfach zu groß und es wäre doch Zufall. Ich fahre weiter durch das Urnertal bis Realp. Dort fbeginnt die Passstrasse hoch zum Furkapass. An der Stelle wo im Juni der Bergrutsch die Strasse zerstört hatte ist noch Baustelle aber mit Ampelregelung kommt man durch. Die Strecke von Realp bis zum Pass ist 13km lang und man überwindet knapp 900hm. Oben angekommen muss ich mich direkt erst mal umziehen, es ist kalt, immerhin bin ich über 2400m hoch. Als ich mich an die Rückfahrt mache ziehen die Wolken rein und die schöne Sicht ist komplett weg. Ich bin recht froh über meine winddichte Jacke während der Abfahrt ins Tal. Dieses Mal fahre ich auf der anderen Seite der Bahnstrecke bis Zumdorf. Die Lawine die uns vor 6 Wochen noch den Weg blockierte ist getaut und weggeräumt. Am Golfplatz telefoniere ich ich mit den beiden Golfern zusammen und schaue ihnen bei einigen Schlägen kurz zu. Naja ….. an der Profikarriere müssen sie wohl noch ein wenig arbeiten aber sie haben sichtlich Spass zusammen am Platz. Abends essen wir im Spycher mit Sophie, Lea und Simon Pizza. Leider merke ich das ich während des Radfahrens nichts gegessen und getrunken habe. Mein Kreislauf geht in den Keller und ich friere den ganzen Abend🥶. Wieder mal etwas Übertrieben🤷🏻‍♂️

Dienstag 23.07.2024

Wir bleiben noch einen Tag länger in Andermatt. Das Wetter soll heute, laut Wetterbericht, sehr schön werden. Als ich um 8:00 Uhr nach draußen gehe ist es so ähnlich, grau in grau…Frühnebel! 💨 Naja wird schon werden. Tatsächlich, nach dem morgendlichen Gang zum Bäcker kommt die Sonne ☀️ durch, der Nebel verzieht sich  und es wird perfekt. Wir radeln ins Unteralptal. Mal sehen wie weit wir heute kommen. Vor 6 Wochen endete die Tour im hohen Schnee ☃️ der aber jetzt weg sein sollte. Der Weg führt immer weiter durch das wunderschöne Tal hinauf und nachdem wir einige 🐄Weidekühe🐂, denen es herzlich egal ist das wir gerade mit dem Rad versuchen an ihnen vorbei zu kommen, passiert haben, erreichen wir nach gut 1,5 Stunden Fahrzeit das Ende des Tals. Ab hier geht es nur noch zu Fuss weiter bis zum Gemsstock mit seinem kleinen Gletscher (Gurschenfirn) oder zum Gotthard Massiv. An der Vermigel Hütte, kurz vor Ende der fahrbaren Strecke, kehren wir ein. Es ist eine bewirtschaftete Hütte des Schweizer Alpenvereins und traumhaft am oberen Talende gelegen. Nach einer Rast fahren wir wieder nach Andermatt und weiter bis zur Teufelsbrücke. Der dortige Rundweg durch die Schöllenenschlucht ist immer wieder beeindruckend.

Anschließend treffen wir Simon im Spycher und später gehen wir noch einmal gemeinsam mit Sophie, Lea und Simon Burger essen in die Pinte. Das war es auch schon wieder mit Andermatt, morgen fahren wir weiter.

Mittwoch 24.07.2024

Mit leichtem Wehmut verlassen wir gegen 11:00 Uhr Andermatt. Der Plan ist über den Sustenpass ins Berner Oberland. Dann die Aareschlucht durchwandern und im Anschluss zu Gregor grillen und bei ihm übernachten. Der Plan geht soweit nicht auf da Gregor uns leider beruflich bedingt absagen muss. Kein Problem, wir sind ja flexibel!

Der Sustenpass ist wunderschön zu fahren, tolle Aussichten auf eine wunderschöne Hochgebirgslandschaft. Gegen 13:00 Uhr kommen wir am Westeingang der Aareschlucht an. Wir finden direkt einen Parkplatz und laufen dann zum Schluchteingang. Erst ist mal am Ticketschalter anstehen angesagt, es ist gut besucht, aber das war uns schon klar, Ferienzeit und bestes Wetter! Nach kurzer Wartezeit machen wir uns auf , die knapp 1,5 km lange Schlucht zu durchwandern und sind nach kurzer Zeit absolut begeistert. Auf Stegen und durch schmale Gänge zieht der Weg durch die mal sehr schmale, die engste Stelle ist gerade mal ein Meter breit, und bis zu  40 Meter breite Schlucht, Die fast senkrechten Felswände ragen dabei bis zu 130 Meter über uns auf. Was das Wasser hier im Laufe der Jahrtausende durch Erosion geschaffen hat ist absolut sehenswert. Als wir wieder in Karsten zurück sind überlegen wir erst mal den weiteren Tag. Wir wollen ins Lauterbrunnental, das Tal der 72 Wasserfälle und da morgen eine Runde radeln. Guter Plan, nur mit einem kleinen Fehler…..es ist voll. Jeder Campingplatz ist ausgebucht. Wir haben uns Camping Rütti, am Ende des Tales wunderschön gelegen, vorgestellt aber als wir ankommen steht schon ein Schild „Ausgebucht/Voll“ am Eingang. Auf dem Rückweg bis Interlaken und dann Thun fragen wir bei bestimmt 8 Plätzen mit dem gleichen Ergebnis an. Kein Platz zu bekommen. Mir ist es letztendlich auch zu voll da. In Lauterbrunn mussten wir Menschenmassen passieren und ein Verkehr der alles andere als Spass macht. Das Tal ist wunderschön, aber nicht während der Ferienzeit. Letztendlich übernachten wir auf ausgewiesenen Wohnmobilparkplätzen eines Einkaufszentrums in Thun. Morgen wollen wir mit dem Rad nach Thun, die Altstadt anschauen.

Donnerstag 25.07.2024

Nichts ist so überholt wie der Plan von gestern. Wir haben auf einem Campingplatz in Adelboden einen Stellplatz für die Nacht und fahren da jetzt hin. Ist gerade knapp 45min Fahrzeit von hier. Wir Frühstücken noch in Ruhe und fahren dann gemütlich los. In Park4Night hab ich auch noch einen Stellplatz da gefunden und wir schauen erst mal da ob wir eventuell dort auch einen Platz eventuell dann für eine weitere Nacht bekommen.Bei dem ganzen Drama von Gestern haben wir heute Glück und es ist tatsächlich ein Platz für uns frei an dem wir jetzt bleiben. Natürlich sagen wir unsere Reservierung am Campingplatz wieder ab. Der Stellplatz ist oberhalb des Ortes an der Talstation Chuenisbergli am Buswendeplatz und ist absolut super. Nachdem Parkticket und Kurtaxe bezahlt sind starten wir eine Radtour zum weithin sichtbaren Wasserfall am Ende des Tals. Als wir ankommen wandern wir zur nahe des Falls liegenden Aussichtsplattform und werden dabei erfrischend geduscht. Danach fahren wir weiter. Unser Weg endet erst mal vor einem Privathaus und die sehr nette Frau erklärt uns erst mal wie wir weiterfahren können. Wir biegen auf einen Wiesenwanderweg ab der immer steiler und gröber wird. Steffens Bike kommt an seine Grenzen und für ihn wird dieser Weg zur echten Herausforderung. Nach 100hm ist es geschafft und wir fahren eine Bergstrasse hinauf die immer an der Worldcup Riesenslalomstrecke entlangführt. Wenn man sieht wie steil das ist…… unglaublich! Ich unterhalte mich kurz mit einem Bauern der gerade bei der Heuernte ist. Bis zu welchen Gefällen diese noch mit ihren Erntefahrzeugen fahren ist krass. Es passieren aber auch immer wieder schwere Unfälle dabei!! Oben angekommen gibt es erst mal ein Panasch (Radler) und ein Stück Kuchen für jeden und dann…… geht es auf die ausgewiesene Downhillstrecke nach unten. Sehr geil!!!! Und ziemlich fordernd.

Freitag 26.07.2024

Heute trennen sich unsere Wege. Steffen geht Radeln und ich fahre zum Wasserfall und will hinauf auf die Engstingenalp wandern. Kurz nach 11 Uhr radele ich los zur Talstation der Seilbahn. Dort schließe ich mein Rad fest und laufe den Wanderweg entlang. Der Weg wird enger und steiler und windet sich dann in engen Kehren über Stufen steil an der fast senkrechten Felswand nach oben. Ich bin gerade sehr froh heute meine Stöcke mitgenommen zu haben. Nach knapp einer Stunde ca. 350hm komme ich am Fuss des oberen Wasserfalls an. Die aufsteigende Gicht sorgt für eine angenehme Kühlung und nach einer kurzen Rast überquere ich den Wildbach und wandere weiter den doch sehr anspruchsvollen Pfad steil hoch zur Alp. Kurz vor Ankunft fällt mir auf das ich den Kiox (Steuereinheit des E-Bikes) am Rad gelassen habe wo ihn jeder einfach mitnehmen kann. So eine Sch….. wenn der weg ist war es das erstmal mit radeln in diesem Urlaub. Was jetzt? Runter brauche ich wenigstens eine Stunde und ich will ja hoch. Ich gehe zur Bergstation der Seilbahn und der freundliche Ticketverkäufer ruft seine Kollegin an der Talstation an. Diese holt den Kiox und hinterlegt ihn an die Ticketkasse. Das nenne ich Glück gehabt!!! Als ich zum Alpgasthof weitergehe finde ich im Gras ein I-Phone. Ich nehme es an mich und frage im Restaurant ob jemand eines verloren hat. Da sich niemand findet nehme ich es mit und will es an der Talstation abgeben. Nach gut einer Stunde klingelt das Telefon und der Vater der Besitzerin ist dran. Wir vereinbaren die spätere Übergabe am Wohnmobil, er muss erst von Thun wieder nach Adelboden fahren. Als ich an der Talstation ankomme hole ich den Kiox an der Kasse ab und fahre dann zurück zu Karsten. Das war mal klassisches Bike&Hike. Hat mir Spass gemacht mit dem Rad zur Wanderung! Abends gehen wir im 50m vom Stellplatz entfernten Restaurant Bodenhüttli sehr gut essen und als wir am Mobil zurück sind laden uns die Nachbarn noch auf ein Glas Wein ein. Kurz darauf wird das Telefon noch abgeholt, war ein toller Tag!

Samstag 27.07.2024

Wir bleiben noch einen Tag länger in Adelboden, der Platz ist super und das Wetter fantastisch. Steffen hat eine Radtour auf die andere Seite des Tals zur Elsigenalp auf der Karte rausgesucht. Gegen 11:30 Uhr geht es los. Schnell ist der Weg gefunden und wir folgen den entsprechenden Wegweisern. An einer Kreuzung sind wir uns nicht ganz sicher, aber das Schild zeigt klar nach rechts. Die Fahrstrasse zieht ständig den Berg hoch durch die wunderschöne Berglandschaft nur irgendwie nicht in die richtige Richtung. Als wir mit einem entgegenkommenden Wanderer sprechen bestätigt sich unser Verdacht….Falsch, alles wieder zurück bis an die Kreuzung, das Schild unten ist verdreht. Das waren mal 300hm für umsonst oder anders ausgedrückt über 20% von Steffens 🔋Bikeakku. Wir fahren weiter auf der geplanten Strecke und es bestätigt sich die Vermutung das Steffens Akku der jetzt nicht mehr für die geplante Strecke reichen wird. Kurz vor dem Abzweig und Anstieg zur Elsigenalp bleiben noch knapp 40% übrig und wird gerade so für den Rückweg reichen. Wir trinken erst mal ein Panasch im Berggasthof und ich fahre weiter zur Alp und Steffen fährt weiter die Schleife nach Adelboden. Nach der Trennung zieht der Weg erst asphaltiert den Berg weiter hoch, nach 2 Kurven nur noch steil als schmaler Schotterpfad über Wiesen und kleine Waldabschnitte. Kurz vor der Elsigenalp passiere ich den Brandsee, ein kleines gutbesuchtes Badeparadies. Die Strecke, die ich mir jetzt auf die Uhr geladen habe da Steffen die Karte hat, führt weiter den Berg hoch und in einem Bogen über die Alp. Kurz vor dem Elsigsee steil abwärts als Wanderpfad, noch gut fahrbar. Ab dem See ist das anders. Ich muss erst komplett um den See, er ist nicht sehr groß, schieben und am Ende das E-Bike tragen. Die Entscheidung das Steffen weiterfährt war absolut richtig, bis hier oben hätte der 🔋 definitiv nicht gehalten. Die Route führt wieder zurück zum Abzweig und dann hoch bis zur Bunderalp um dann auf einen Wiesenpfad abzuzweigen. Der Pfad wird immer steiler und ich muss stellenweise schieben. Plötzlich klappert es hinter mir und ein junger Kerl auf dem Bike fährt ganz locker an mir vorbei. So wie das aussieht arbeitet er hier oben und ist mal gerade auf dem Heimweg. An einer Engstelle treffen wir uns und auf meine Frage ob der Weg jetzt besser wird lacht er kurz und fährt mit den netten Worten “eher schwieriger“ locker weiter. Er hat recht, die nächsten 200m trage ich mein Rad mehr als ich es schiebe aber ich komme heil unten an. Von hier aus läuft es ganz locker nur noch runter. Wenn ich 300m vor der Bunderalp auf die Talführende Asphaltstrasse abgebogen wäre hätte ich das ganze Schiebe- und Tragestück gespart….. 🤷🏻‍♂️.

Um das ganze noch abzuschließen, Steffens Akku hat genau bis zum Wohnmobil gehalten und dann war Ende….. 

Sonntag 28.07.2024

Aufbruch aus der Schweiz. Wir reisen weiter, jetzt wieder zurück nach Deutschland. Steffen hat kurz oberhalb vom Bodensee einen Campingplatz ausgemacht und so brechen wir gegen 11:00 Uhr auf. Verkehr ist unproblematisch und so kommen wir ganz gemütlich um kurz vor 15:00 Uhr in Stockach am Bodensee an. Am Nachmittag nehmen wir die Räder und fahren die knapp 7km zum Bodensee nach Ludwigshafen. Wir flanieren kurz am Strand entlang und setzten uns dann für ein Radler an die Strandbar. Das lässt sich hier prima aushalten, bisschen Boote und Menschen schauen hat auch was. Nach dem Radler meldet sich der Hunger so langsam und wir fahren nach Stockach zurück. Wir haben in der Altstadt ein griechisches Lokal entdeckt, Restaurant Helena. Sehr lecker da….👍🏻

Montag 29.07.2024

Die Sonne scheint schon am frühen Morgen und heute wird es bis zu 30°C heiß. Genau das richtige Wetter für eine Radtour am Bodensee. Wir starten gegen 12:00 Uhr, schön früh um der größten Hitze zuvor zukommen🤦🏻‍♂️. Über Radolfzell fahren wir am Untersee entlang bis Konstanz. Dort laufen wir durch die Altstadt und schauen uns kurz um, wirklich nur kurz denn in der Stadt ist es jetzt gegen 15:00 Uhr sehr heiß und das macht irgendwie keinen Spass. Wir fahren weiter zur Fähre und überqueren den Bodensee nach Meersburg. Auf der anderen Uferseite des Bodensees radeln wir dann wieder zurück durch Überlingen, wo wir noch einen Radler und Kuchenstopp einlegen, und Ludwigshafen nach Stockach. Schöne Runde mit 72km auch schon ziemlich lang. An Karsten angekommen reicht es uns dann auch. Zum Abendessen gibt es heute Nudeln und Pesto, schnell, einfach und lecker!

Dienstag 30.07.2024

Wir fahren heute weiter. So richtig ha es uns auf dem Campingplatz nicht gefallen. Es ist etwas zu laut und irgendwie ….. Heute sollen es deutlich über 30°C werden. Wir fahren aber als erstes zum Aldi, wir haben keine Milch mehr. Ansonsten haben wir alles gut eingekauft. Unsere Vorräte gehen dem Ende zu wie auch unser Urlaub. Wir fahren im Anschluß zu Trigema, machen wir immer wenn ich mit Steffen unterwegs bin. Danach geht es nach Ludwigshafen zum Wohnmobilstellplatz. Dieser ist direkt neben einem riesigen Wohnmobilhändler gelegen. Wir laufen 1,5-2h über den Platz und schauen uns einige näher an. Danach packen wir die Badesachen und radeln zum Strandbad rüber. Gut drei Stunden bleiben wir dort, das ist für mich eine gewaltige Zeit ohne irgendetwas zu tun aber ich halte das wirklich gut aus. Am Ende schlafe ich noch eine halbe Stunde und bin danach völlig matsch im Kopf. Nachdem ich wieder bei mir bin radeln wir zurück und Essen unterwegs im Hotel Krohne hervorragend zu Abend. Leider trübt das Verhalten des Gastwirts am Ende unseren bis dahin überaus positiven Eindruck etwas. Als wir zurück an Karsten sind haben wir über 40°C Innentemperatur. Trotzdem wir alle Fenster öffnen und durchlüften wird es nicht deutlich kühler im Wagen, außen ja auch nicht und wir haben eine sehr schwitzige Nacht.

Mittwoch 31.07.2024

Die Nacht war nicht unbedingt erholsam. Zu heiß und zu viel gegessen. Gegen 09:00 Uhr starten wir Karsten und fahren in Richtung Heimat. Zwischendurch halten wir in Stockach bei einem riesigen Bäckerladen und holen noch Brötchen. Wir fahren bis 11:00 Uhr durch und suchen uns einen Parkplatz zum frühstücken und noch wichtiger um Handball Olympia, Deutschland gegen Kroatien, zu schauen. Als die Deutschen dann erfolgreich verloren haben fahren wir weiter und sind gegen 14:30 Uhr bei Steffen in Wiesbaden. Beim rangieren passiert es dann, ich touchiere ein parkendes Auto und reiße an Karsten die mittlere Rammschutzleiste ab. Sehr ärgerliches Ende einer tollen Urlaubsreise. Nachdem wir den Besitzer des Autos nicht ausfindig machen können hole ich die Polizei und als die alles aufgenommen hat kann ich auch Heim fahren. Der Schaden an Karsten ist nicht groß aber schmerzt mich ungemein. Naja bis zum nächsten mal ist alles wieder in Ordnung.

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