28.05.2022 Vorbereitungen
Am Montag geht es los. Lange erwartet und doch plötzlich ist es soweit. Wir fahren nach Schweden. Bin die ganze Woche schon dabei Karsten vorzubereiten und zu packen. Heute Nachmittag fahre ich dann zu Silke rüber und dort räumen wir noch ihre Sachen ein. Die Reisevorbereitungen für knapp drei Wochen sind erledigt. Was muss ich alles einpacken? welches Essen und welche Getränke mitnehmen? Aber alles geschafft. Schweden ist ja auch nicht Niemandsland wo es nichts gibt und man nichts kaufen kann. Gegen 18 Uhr bin ich bei Silke und jetzt ist eigentlich Urlaub.
30.05.2022 1. Tag
Es ist wie immer. Bis es endlich losgeht bin ich unruhig und unleidlich – warum weiß ich nicht aber isso. Nachdem wir dann alles fertig haben geht es los. Sobald wir ein – zwei km gefahren sind entspanne ich mich und falle in den Urlaubsmodus. Heute ist ein reiner „Fahrtag“. 700km bis Rostock und dort wird irgendwo übernachtet. Morgen geht es dann auf die Fähre und über die Ostsee nach Schweden. Ich weiß nicht woran es liegt, als ich losfahre zeigt das Navi Ankunftszeit 17.00 Uhr – als Silke dann fährt nach 18.00 Uhr – irgendwie fahre ich wohl besser !
. Ca. 18.30 Uhr sind wir dann in Warnemünde. Wir stellen Karsten auf einen Stellplatz nähe einer Werft ab und laufen noch ins Ort. Am „Alten Strom“ ist es ja ganz schön, mir aber schon zu touristisch. Wir essen in einem kleinen Restaurant zu Abend und laufen dann zu Karsten zurück. Die Nacht ist prima, sehr ruhig und entspannt.
31.05.2022 2. Tag
Spannend ! Fähre …. wie das wohl wird? Ob das alles so klappt? Mit Karsten an Bord fahren? Seekrank? Viele Fragezeichen…. Schauen wir mal…..!
Wir starten gegen 9.00 Uhr und fahren nach Rostock zum Überseehafen. Unterwegs halten wir noch an, holen Brötchen und frühstücken in aller Ruhe. Gegen 12 Uhr sind wir am Hafen. Ich habe am Sonntag schon online eingecheckt deshalb muss ich an der Hafeneinfahrt nur noch den Barcode der Bestätigung ans Lesegerät halten und wir haben die Bordtickets. Irgendwie geht das ganze jetzt Ratz Fatz und eh wir uns versehen, stehen wir schon in der Wartespur auf Position. Jetzt muss nur noch das Schiff „Nils Holgerson“ kommen! Als die Fähre angelegt hat geht es los! Keine 5 min später sind wir an Bord und nach kurzer Suche (naja hat schon etwas gedauert 🤦🏻♂️!) in unserer Kabine. Alles prima, noch an Deck und dann im Restaurant Kaffee und die ersten Zimtschnecken……lecker😋. Später in der Kabine duschen und etwas ruhen.
Noch im Duty free Shop eine Palette Bier geholt, 14€ für 24 Dosen Carlsberg. Pfandfrei…. Ideal für unterwegs. Eine Stunde vor dem Anlegen müssen wir die Kabine räumen, können aber noch nicht zu Karsten.
Als wir in den Hafen einfahren geht es plötzlich wieder ganz schnell und wir sind zurück in Karsten. Jetzt heißt es aber nochmal etwas Geduld. Nach einer Weile geht es los und wir fahren ganz entspannt von der Fähre runter. Im Hafen bis zur Zollabfertigung dauert es wieder etwas aber gegen 20.15 Uhr haben wir es geschafft und wir sind in Schweden…..
Wir fahren noch ein Stück in Richtung Malmö. Über Park4Night finden wir einen Bauernhof der Stellplätze für Camper anbietet. Robert der Besitzer ist super nett und wir haben unseren ersten Übernachtungsplatz gefunden.
01.06.2022 3.Tag
Guten Morgen. Um kurz nach 7 Uhr wache ich auf. Durchgeschlafen! Ruhe pur hier! Die Sonne scheint und nach einem Müsli (!!) zum Frühstück starten wir in Richtung Norden. Erstes Ziel Malmö. Nach einer knappen halben Stunde sind wir da und fahren durch die Stadt. Nach erfolgreicher Parkplatzsucher, haben wir irgendwie doch keine Lust durch Malmö zu laufen. Es zieht uns mehr weiter ins Land! Ich vermute ja im Stillen, Silke hat Angst, das ich mir wieder alte Kirchen und Gebäude anschauen will und das ist nicht so ihr Ding. Wir fahren weiter. Ziel Nationalpark Store Mosse, Südschwedens größtes Moorgebiet. Unterwegs kehren wir noch gepflegt bei McDonald’s zu einem Kaffee und Burger ein und sind sehr positiv von der Qualität überrascht. Gegen 15 Uhr kommen wir am Nationalpark an und finden direkt am Naturum (Waldmuseum und Naturerlebniszentrum) einen Stellplatz für die Nacht. Wanderschuhe an und auf geht’s zum Naturum, leider geschlossen! An einer Infotafel sehen wir alle Wandertouren die hier durch das Naturschutzgebiet gehen. Wir entscheiden uns für die „Lilla Lövo Rund“ mit 6,2 km, laut Silke „heute noch bequem machbar“
. Es ist eine sensationelle Runde durch die Moorlandschaft. Wir laufen kilometerlang über Holzbohlen. Unterwegs beginnt es leicht zu regnen. Es ist eine einsame und auch „gruselige“ Landschaft sind im Hinterkopf doch Geschichten über die Gefahren von Mooren verankert. Zwischendurch führt der Weg durch einen Kiefernwald einen Hügel hoch und entlang dieses Hügels. Am Ende lesen wir das der Hügel eine Sanddüne mitten im Moor ist. Schon speziell! Als wir nach gut 3,5h wieder an Karsten ankommen sind wir beide geschafft. Die „bequem machbare Runde“ waren über 13km!!
.
Nach dem Duschen gibt es Abendessen. Wir backen zum ersten Mal mit dem Omnia Backofen Brötchen auf….. naja…. nennen wir es mal „Brandenburger Art“ . Das ging voll daneben. Der zweite Versuch wurde dann besser – Lernen und Erfahrungen! Gegen 22 Uhr liegen wir müde im Bett.
02.06.2022 4. Tag
05.30 Uhr. Ich wache auf. Der Stellplatz liegt ziemlich direkt an der Strasse und es ist sehr laut. Das war wohl mit dem Stellplatz direkt am Naturpark doch nicht so prima. Hätte aber nicht erwartet wie befahren diese Strasse ist. Um kurz vor 8 klopft es und eine Parkmitarbeiterin bittet uns sehr freundlich, den Stellplatz zu räumen da der Platz mit einer Planiermaschine begradigt wird. Na dann – auf geht´s 🚐. Wir sind dann 10min später unterwegs , Ziel ist „Tivedin Nationalpark“. Ca. 220km Fahrstrecke! Unterwegs kaufen wir bei Willy:s, einem Supermarkt, ein und frühstücken dort auf dem Parkplatz. Gegen 12.30 Uhr sind wir dann am Nationalpark. Das Wetter meint es gut mit uns 🌞 Wir entscheiden uns wieder für eine ca. 6,5km Runde. Mal schauen wieviel es diesmal werden…..😆
Es ist völlig anders als gestern im Store Mosse. Der Weg führt uns durch eine dichte Wald- und Felsenlandschaft. Spektakulär und wunderschön wie ein Urwald, unberührt und naturbelassen. Wir folgen den Wegmarkierungen. Ohne diese würden wir hier hoffnungslos verloren gehen, haben wir doch durch das ganze hin und her, rauf und runter der Wege, vollkommen die Orientierung verloren. Nach 8km und 3h Fußmarsch sind wir dann ziemlich erschöpft wieder an Karsten angekommen. Jetzt einen Kaffee und dann fahren wir ein Stück aus dem Nationalpark heraus zu einem kleinen See den wir über Park4Night gefunden haben.
Zum Abendessen gibt es Bratwurst vom Grill und dann geh ich nochmal eine kleine Runde n den See zum fotografieren. Es war ein super Tag, wir sind gespannt wie es weitergeht.
03.06.2022 5. Tag
Halb Acht bin ich wach. Es war eine ruhige Nacht. Die Vögel sind das einzige was man hört….. und die Regentropfen. Es regnet leicht, wie vorher gesagt. Wir frühstücken gemütlich und probieren dabei den Toaster aus. Klappt prima. Gegen 11 starten wir in Richtung Fulufjället Nationalpark. Heute gibt es einen reinen Fahrtag. Zwischendurch regnet es mal mehr und mal weniger, auch ein kurzes Gewitter ist dabei. Die Landschaft ist…. Grandios. Wälder, Seen und sonst mal Berge , Felsen und wieder Wälder und Seen. Es ist sehr schön und immer etwas neu zu entdecken. Plötzlich sind wir in Norwegen…..
?. Ich schaue noch mal am Navi nach und stelle fest das ich nicht den Nationalpark als Ziel sondern das Alpinzentrum
angegeben habe und das ist in Norwegen auf der anderen Seite des Berges. Also neu einstellen und ein Stück zurück und hinter der Grenze wieder in die richtige Richtung.
Kurzer Stopp in Norwegen
Lustigerweise führt uns die Strecke wieder nach Norwegen und ca. 50km an der Grenze entlang. Dann fahren wir wieder nach Schweden
und weiter über den Pass. Es ist inzwischen 18.30 Uhr und wir halten nach einem Übernachtungsplatz Ausschau. Kurz hinter dem Pass ist ein guter Platz und wir bleiben hier für die Nacht. Bis zum Nationalpark haben wir morgen noch 11km. Unser Platz ist am Rande eines Naturschutzgebietes durch das wir nach dem Abendessen noch eine kurze Abendwanderung machen.
Anschließend sitzen wir noch gemütlich in Karsten. Gegen 23 Uhr schaue ich auf die Uhr und bin mehr als überrascht, Es wird nicht dunkel. Man meint es ist gerade 19 Uhr. …..Mitternachtssonne
04.06.2022 6. Tag
5 Uhr wach. Die innere Uhr . Liege noch ein wenig im Bett und stehe dann auf. Als ich mir einen Kaffee mache, wacht Silke auch auf. Ich hab sie aber nicht geweckt, eventuell der Kaffeeduft
Es war super ruhig heute nacht. Von gestern 19 Uhr bis heute morgen um 8 Uhr gerade mal ein Auto. Wir frühstücken und ich lasse nochmal die Drohne fliegen. Dann fahren wir zum Nationalpark. 20 min später sind wir da. Wir laufen los einen Rundweg von 5,5km
. Leider können wir nicht bis ganz an den Wasserfall laufen da der Bohlenweg erneuert wird. Aber auch aus der Ferne ist er eindrucksvoll. Danach geht es weiter den Berg hinauf. Absolut klasse hier. Anspruchsvolles Gelände, Felsen und Geröll. Oben ist es, schwer auszudrücken…. Unwirklich! ….. Es ist eine große Ebene und dann eine gewaltige Abbruchkante an der das Wasser hinab stürzt. Ringsum alles voller großer Geröllbrocken und der Weg ist mit orangen Farbmarkierungen gekennzeichnet. Es ist sehr beschwerlich zu laufen und es erklärt sich der Hinweiß auf gute Trittsicherheit. Kurz hinter dem Wasserfall teilt sich der Weg und wir beschließen noch zu einer kleinen Schleife über das Hochplateau. Inmitten des Gebiets ist ein großer See und auf einer Landzunge stehen einige Hütten. Als wir dort ankommen sehen wir das man die Hütten mieten kann. Auch eine kleine Rezeption und Kiosk gehört dazu. Dort kommen wir mit einer jungen Frau ins Gespräch die dort mit ihrem Freund die Hütten betreut. Wir bekommen einen Kaffee und als ich bezahlen will und leider keine Kronen habe erwidert sie wir könnten gerne mit Kreditkarte zahlen das wäre sowieso besser. Unglaublich….. ich zahle mitten im Nirgendwo meinen Kaffee kontaktlos mit Kreditkarte….. in Deutschland undenkbar
. Als wir zurück sind zeigt die Uhr 11km. War wieder mal weiter wie geplant
. Silkes Knie muckt. Mal sehen wie es hält.
Auf der Weiterfahrt tanken wir noch Wasser auf einem Campingplatz. Als ich den Betreiber frage ob ich Wasser kaufen könne antwortet er das ich das Wasser umsonst bekomme wenn ich ihm helfe Hinweisschilder für den Platz ins Deutsche zu übersetzen. Sehr lustig.
Gegen 19.30 Uhr bei der Ortdurchfahrt von Ytterhogdal halten wir auf einem Platz der für Camper frei ist und bleiben für die Nacht.
05.06.2022 7. Tag
07.30 Uhr. Gut geschlafen. War sehr ruhig. Zum Frühstück gibt es den Rest des Brotes das wir gestern gekauft haben. Dann starten wir Richtung Ostküste Nationalpark Skuleskogen. Die ersten 20 km stellen wieder einmal eine Herausforderung da. Die Strasse ist mit unzähligen Schlaglöchern zwar in Reparatur….. aber da ist noch einiges zu tun. Karsten hält locker durch und unsere Bandscheiben auch. ald geht es auf besserer Strasse weiter. Nach ca. 1,5h sehen wir am Strassenrand ein Hinweisschild auf einen Naturpark und ein Naturum (Waldmuseum und Naturerlebniszentrum ) am Straßenrand. Wir halten an und schauen uns das ganze an. Weil es so schön ist lassen wir uns von der Dame im Naturum einen kleinen Spaziergang entlang des Parks und dann durch das Ort zurück erklären. Im Ort ist ein eindrucksvoller Holzglockenturm an der Kirche und nebenan ein Fest der Gemeinde mit Ständen und Musik.

Wir fahren weiter um dann über die Högakustenbron ( Hohe Küstenbrücke – Höchste Hängebrücke Schwedens, Pfeilerhöhe 180m, Spannweite 1210m ) ins Landschaftsgebiet Höga Kusten („die Hohe Küste“) zu fahren. Hinter der Brücke auf einem Parkplatz fahren wir raus und parken. Von dort wandern kurz zu der Aussichtsstelle den Berg hoch. Traumhaftes Panorama bei strahlendem Sonnenschein.

Aber wir wolllen weiter zum Nationalpark. Nach ca. einer Dreiviertelstunde biegen wir von der Hauptstrasse auf einen besseren Waldweg ab um dann nach 3km auf einem Parkplatz am Parkeingang West unser Nachtquartier aufzuschlagen. Obwohl es eigentlich ein Fahrtag war haben wir sehr viel gesehen und einen tollen Tag hinter uns.
06.06.2022 8. Tag Blue dot day
07.30 Uhr Start in den Tag. Heute ist Schwedische Nationalfeiertag, ähnlich dem Amerikanischen 4.Juli. Die Nacht war völlig entspannt und ruhig. Nach dem Frühstück starten wir unsere Wanderung durch den Skuleskogen Nationalpark. Ab dem ersten Meter ist diese Wanderung unglaublich. Führt sie über Stege, Wurzeln und Felsen erst mal zu einem See an dem eine Hütte steht. Diese kann man reservieren und dort locken mit 6-8 Personen übernachten. Vor der Hütte ist eine Feuerstelle und hinten ein Verschlag mit Brennholz. Das haben wir in den Parks jetzt schon öfter gesehen 👍🏻 . Weiter führt der Weg zur Slättdalskrevan, eine unglaubliche Schlucht und dann auf den Slättdalsberget von dem wir ein fantastisches Panorama über die naheliegend Küste haben. Jetzt folgt aber erst ein besonderes Highlight. Einzuordnen unter „eigene Dummheit“ Ich hab die Speicherkarte nach der gestrigen Datensicherung nicht in die Kamera zurück gesteckt. Da schleppt man 2 kg Kameraequipment durch die Landschaft und kann sie wegen fehlender 20g nicht nutzen. Das Ärgerlichste daran ist, ich kann es nicht mal Silke in die Schuhe schieben…..😫 Weiter, immer den blauen Punkten nach. Ohne diese würden wir uns komplett verirren und wahrscheinlich nie mehr zurück finden. Es geht über Geröllfelder und immer den Punkten nach. Nach 7,35h und 21km sind wir wieder bei Karsten angekommen. Die letzten 3km war Silke am Limit aber durchgekommen. Mir ging es nicht besser.
An Karsten angekommen müssen wir Umparken, hat sich doch ein Holländischer Kuschelcamper press neben uns gestellt. Kurzentschlossen haben wir uns auf die andere Seite gestellt damit die Abendsonne bei uns ist. Es war eine tolle Tour die mit jedem Meter abwechslungsreich und eindrucksvoll war. Wir bleiben die Nacht noch hier, da es ein toller Platz ist und wir lieber morgen ausgeruht fahren. Nach dem Abendessen waren wir beide nur noch….AUS
07.06.2022 9. Tag
Die Nacht ist um 7 Uhr vorbei. Senile Bettflucht🤔. War keine so ganz ruhige Nacht. Der Grauwassertank ist grenzwertig voll , jedesmal wenn sich einer im Bett umdreht schwappt es gegen denn Vollsensor und piept. Als erstes morgens Eimer unter Auslauf und mal ins Toilettenhäuschen entsorgt. Nach dem Frühstück packen wir in Ruhe zusammen und fahren dann in Südliche Richtung nach Harnösand, eine etwas größere Stadt. Hier kaufen wir Lebensmittel und eine Schwedische Datenkarte für den Router. Anschließend geht es ins ca. 3 km entfernte Smitings. Hier soll es Tunnelhöhlen geben die wir uns anschauen wollen. Aber erst gibt es Kaffee und schwedische Zimtschnecken….lecker.
Laut Beschreibung in Google soll man ein wenig klettern müssen um zu den Höhlen zu gelangen. Der Weg ist diesmal mit orangen Punkten gekennzeichnet und auch hier gilt, ohne die Punkte hätten wir nie mehr zurück gefunden….. Entspannt fängt der Weg an. Genau richtig, nach der gestrigen, doch anstrengenden, Wanderung! Erster Abzweig und…. der Weg fordert ab jetzt alles von uns. Teilweise auf allen Vieren klettern wir Steine hoch und runter. Zum Glück haben wir bestes trockenes Wetter, Wir brauchen für den 2. Kilometer ca. 50 min 😅.Es macht einen Riesen Spass hier, ist aber nicht ungefährlich und echt anstrengend. Bin nur froh das wir, trotz das wir ja eigentlich nur eine kleine Wanderung machen wollten, die Wanderschuhe angezogen haben. Nach 2,5h sind wir zurück in Karsten und haben ganze 4,5 km geschafft. War ja wie geplant nur ne kurze Tour😂. Ach ja, die Höhlen waren ok aber die Kletterei echt Super
Die Gelegenheit genutzt und mit der „Grünen Geli“, so heißt meine Giesskanne, flugs Wasser am Waschbecken des Strandbads geholt und Karstens Tank aufgefüllt. Während ich Wasser aufgefüllt habe hat Silke Abendessen gemacht. Da dort am Park übernachten nicht genehmigt ist and wir die paar Kilometer zurück nach Harnösand gefahren zu einem kleinen Stellplatz direkt am Meer (Park4Night). Die Sonne geht gerade unter und wir haben einen richtig schönen Sonnenuntergang.
08.06.2022 10. Tag
Um 7 Uhr werde ich von den Regentropfen geweckt. So schön wie der Sonnenuntergang gestern war …. Es regnet. Laut Wetterbericht am Morgen und Abends wieder. Egal. Heute ist ein Fahrtag. Wir brechen gegen 10 Uhr auf und halten noch zum tanken. An der Tankstelle füllen wir auch unseren Wassertank voll und entleeren den Grauwassertank. Dann geht es los. Wir fahren Richtung Stockholm. Gegen 14 Uhr fahren wir nach Gävle um mal in die Stadt zu gehen. Schönes Stadtchen. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche, versuchen wir uns mit der App „Parkster“ zu verbinden und damit das Parkticket zu zahlen, das geht in Schwede so. Währenddem wir uns versuchen in der App anzumelden, bemerkt Silke einen Polizist,👮🏻♂️ der schon Karsten kontrolliert und uns aufschreibt. Als wir ihm erklären das wir gerade versuchen uns anzumelden hilft er uns und wartet bis wir unser Ticket gelöst haben. Als es funktioniert hat löscht er seine Eintragung und verabschiedet sich. Sehr nett, wie bis jetzt alle mit denen wir zu tun hatten. Nachdem wir durch die Stadt gebummelt sind geht es weiter und am Ende des Tages stehen wir ca,. 80km vor Stockholm hinter Enkoping auf einem Waldparkplatz an einem See zum übernachten. Der Wetterbericht hat recht. Es beginnt wieder zu regnen und wir schlafen mit leichtem Regengetrommel auf dem Dach ein
09.06.2022 11. Tag
Um 6.00 Uhr ist die Nacht vorbei. Nachdem wir gestern relativ früh ins Bett sind bin ich auch wieder früh wach. Kaiserwetter🌞. Blauer Himmel und Sonnenschein. Heute geht es nach Stockholm. Wir wollen in einen Vorort fahren und mit der U-Bahn🚇 ins Stadtzentrum. Schau mer mal wie es wird. Es wird erst mal spannend. Parkplatzsuche und als wir einen gefunden haben, die Frage:“ dürfen wir hier überhaupt stehen?“ Nach einigem herumfragen bleiben wir da. Die „Parkster App kommt wieder zum Zuge und es geht rüber zum Bahnhof. 2 Tagestickets gelöst und mit einer langen Rolltreppe nach unten auf den Bahnsteig. 2 min später sitzen wir im Zug und 10min später in der City von Stockholm. Wir laufen ins Altstadtviertel Gamla Stan und bestaunen die alten Gebäude. Dann passiert es, wir entdecken einen Waffel- und Eisladen. Jeder gönnt sich eine frisch gebackene Waffel mit 2 Kugeln Eis und Erdbeeren……. Lecker. Kostet umgerechnet ca. 26, aber die waren es auf jeden Fall wert.
Mit der Fähre fahren wir anschließend auf die Insel Djurgården und schauen uns das „Vasa Museum“ an. Das Wrack der Vasa ist schon ein prächtiges Schiff, dumm nur das sie nach 20min schon gesunken ist.

Danach geht es mit der Fähre zurück und wir schlendern weiter durch die Altstadt. Am Ende schauen wir uns noch den Königshof an und gehen dann zurück zur Stockholm Central Bahnstation.
Nach kurzer Suche haben wir das richtige Gleis gefunden und sind kurz darauf wieder in Solna wo Karsten steht. Dort ist auch die „Mall of Scandinavia“ ein echt großes Einkaufcenter. Das schauen wir uns auch noch an und essen da eine Kleinigkeit. Landestypische Speisen, Pasta Carbonara und Pasta Salmone 🤣. Wir haben was schwedisches gesucht aber nix gefunden. Unsere Weiterfahrt Richtung Öland führt uns wieder an Enköping vorbei. Da es schon 19 Uhr ist fahren wir zu dem Stellplatz von gestern und bleiben noch eine Nacht.
Stockholm ist eine Reise wert. Aber für so eine Stadt braucht man schon mehr Tage und auch eine gewisse Vorbereitung. Auch ist etwas mehr Kleingeld angesagt…. Stockholm ist teuer Wir haben von der Stadt etwas gesehen und einen ersten Eindruck bekommen. Sie ist sehenswert und es war gut das wir hingefahren sind.
Sonnenuntergang bei Enköping
10.06.2022 12. Tag
Heute ist wieder mal ein reiner Fahrtag nötig. Wir sind lange nach Norden gefahren und da ist der Weg in den Süden weit. Knapp 500km sind es bis Öland. Aber das gehört dazu und es regnet sowieso. Im laufe des Vormittags kommt die Sonne dann heraus und wir legen einen Zwischenstopp zum Kaffeetrinken in Oskarshamn einer Kleinstadt am Meer ein. Heute beginnen in Schweden die Sommerferien und die Schulabgänger werden gefeiert. Das ganze Ort ist festlich gekleidet unterwegs und auf dem Stadtplatz am Hafen steigt eine große Party. Gegen 16.30 überqueren wir die 6km lange Oelandbrücke bei strahlendem Sonnenschein. Diese ist die längste Brücke Schwedens. Die Oeresundbrücke gehört zu 2/3 zu Dänemark. Unsere Richtung führt erst in den Norden von Öland ,vorbei an der Ruine Bornholm zu einem Stellplatz direkt am Meer. Die letzten Meter geht es über enge Wege zwischen Büschen und Bäumen hindurch. Als wir am Stellplatz sind und ich aussteige bekomme ich fast einen Herzinfarkt als ich die Seite von Karsten sehe. Es sind aber nur Schmutzstreifen die die Äste am Lack hinterlassen haben. Ein super Platz nur 20-30m vom Meer weg. Zum Abendessen wird gegrillt und der Sonnenuntergang ist absolut traumhaft.
11.06.2022 13.Tag
Heute Nacht mal quer in Karsten geschlafen da wir gestern den Sonnenuntergang lange durch das Seitenfenster geschaut haben. Sehr gut gelegen und bis 7 Uhr hab ich es geschafft zu schlafen. Nanu, kein Internet mehr? Anscheinend haben wir es geschafft in 4 Tagen 10GB zu verbraucht. Ok… Internetradio während der Fahrt und sonst über den Tag zieht halt. Verbuchen unter gesammelte Erfahrung. Der Weg führt uns an die nördlichste Spitze Ölands. In das Naturschutzgebiet Trollstiegen. Bei dem durchwandern der 5km Runde wird angesichts der knorrigen, verwachsenen Bäume schnell klar warum sich über diesen Wald Troll – und mystrische Geschichten ranken und warum das Gebiet seinen Namen hat.
Anschließend durchqueren wir die Insel und fahren in den Süden. Unterwegs halten wir an einer kleinen Bäckerei und probieren die Zimt- , sehr lecker, und Kardamomschnecken, naja muss man mögen!

Im Süden angekommen finden wir nach kurzer Zeit einen Stellplatz in der Nähe des Naturschutzgebietes Ottenby. Dort steht auch der lange Jan, der größte Leuchtturm Schwedens. In der Stellplatzbeschreibung ist bei Park4Night von einer kurzen Wanderung dahin zu lesen. Ich gehe nach dem Abendessen los um noch ein paar Fotos dort vom Sonnenuntergang zu schießen. Breche dann aber ab und drehe um. Am Rückweg komme ich an einer altem Steinsetzung, einer alten Begräbnisstätte, vorbei die im Sonnenuntergang nochmal besonders wirkt. Als ich an Karsten zurück bin war ich über 2h unterwegs mit kurzen Fotostops und hätte am meinem Wendepunkt noch mindestens 1,5km zu gehen gehabt. Hier in Schweden sind die Begriffe „nah“ und „kurz“ wohl etwas anders auszulegen😂
12.06.2022 14. Tag
07.30 Uhr…. Erst mal Kaffee. Bestes Wetter. Windig aber die Sonne scheint. Zum Frühstück kommt der Toastaufsatz ins Spiel und .. super Ergebnis.
Nach dem Frühststück schnell aufgeräumt, noch ein Schwatz mit unserer Stellplatznachbarin und etwas mit ihren Rottweilern gespielt und dann einen Spaziergang runter ans Meer und etwas dem Ufer entlang. Zurück an Karsten fahren wir rüber zum langen Jan. Sehr schöne Anlage und im Naturum können wir durch ein Fernglas Robben beobachten. Es ist sehr windig , eher schon für meine Verhältnisse stürmisch. Nachdem wir uns umgeschaut haben geht es um 12.30 Uhr los wieder auf´s Festland und in südliche Richtung. Wir wollen zum nächsten Nationalpark. Gegen halb Fünf geraten wir in ein Gewitter mit Starkregen. Wir stoppen unsere Fahrt an der nächsten Parkmöglichkeit und warten bei einem Kaffee das Ende des Unwetters ab. Leider ist es zu spät um jetzt noch weiter zum Nationalpark zu fahren und wir planen um. Es geht jetzt nach Åhus einer Stadt mit schöner Altstadt, einem Hafen und der Absolut Wodka Destillerie. Bei wieder schönem Wetter schlendern wir durch das Städtchen und sind gegen 20 Uhr wieder in Karsten. Morgen geht es weiter, mal sehen wohin es uns noch treibt.
13.06.2022 15. Tag
Heute sieht es mit dem Wetter gar nicht so gut aus. Mal regnet es, mal scheint dir Sonne. Wir fahren nach Hörby. Dort gibt es ein Naturschutzgebiet in dem wir noch etwas wandern wollen. Als wir da ankommen zeigt das Wetter was es so kann. Es regnet und regnet. Wir warten erst mal am Parkplatz in Karsten. Mal reist es auf, mal geht es wieder zu. Nach ca. einen halben Stunde planen wir um, selbst wenn es jetzt noch aufreißt ist alles nass und rutschig. Wir fahren weiter nochmal nach Malmö das auf der Strecke liegt. Kaum sind wir da….. Sonnenschein. Hat wohl so sein sollen. Wir schauen uns die Stadt und den Schlosspark ganz gemütlich an. Trinken Kaffee und essen Zimtschnecken😋. Der ganze Nachmittag gerät in Bewegung als Silkes Filius Hendrik anruft er habe sein Handy im Zug auf dem Heimweg von der Schule liegen lasse. Silke ortet es und leitet Hendriks Vater von Schweden aus auf der Suche nach dem Handy. Schlussendlich wird es in Mannheim im Bahnhof gefunden. 3h Aufregung 😠 …. Die lieben Kleinen !
Gegen 17 Uhr sind wir in Trelleborg, laufen noch kurz durch die Stadt und fahren eine Stunde später zu einem kleinen Parkplatz direkt an der Ostsee um hier zu übernachten. Es ist ein schöner Platz und wir unternehmen später noch einen kleinen Spaziergang am Strand entlang und ich gehe noch an einen Steg um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Ich kann nicht so richtig schlafen. Einerseits ist es ziemlich stürmisch, Karsten wackelt hin und her und die bevorstehende Fährüberfahrt beschäftigt mich doch.
Letzter Abend in Schweden
14.06.2022 16. Tag
06.00 Uhr ist die Nacht vorbei. Der Wecker steht eigentlich später aber so Isses halt. Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee und den üblichen Aufräumarbeiten nach der Nacht, starten wir zum Fährhafen. Es ist doch tatsächlich genauso easy wie bei der Hinfahrt. Barcode der Buchungsbestätigung unter Lesegerät, Die Bordtickets kommen raus, Schranke auf und zum Terminal fahren. Am Terminal heißt es dann warten bis Boarding. Wir könnten eigentlich gemütlich frühstücken aber ich bin unentspannt….🤷🏻. Das Boarding verspätet sich und erst eine halbe Stunde nach geplanter Abfahrtszeit fahren wir an Bord der Peter Pan. Dann geht es wieder ganz schnell. Eingewiesen. Abgestellt. Karsten verlassen und in die Kabine. Sensationelle Lage. Direkt unter der Schiffsbrücke mit Fenster in Fahrtrichtung. Später gehen wir einen Kaffee trinken und Zimt….. naja sind halt lecker😜. Im laufe der Überfahrt wird das Wetter etwas rauher und Silkes Magen meint es nicht mehr so gut mit ihr. Aber alles hält dicht und als wir in Rostock einlaufen ist das Wetter auch wieder prima und die See ruhig. Wir sind gegen 16 Uhr im Hafen und nach 20min von Bord und auf der Autobahn. Wir fahren noch nach Lübeck. Die Hansestadt liegt quasi auf dem Weg und da es schon gegen Sechs ist bleiben wir da. Der Kassenautomat auf dem Parkplatz ist defekt und so stehen wir hier für lau👍🏻. Lübeck ist eine echt tolle alte Stadt.
Prächtige Gebäude und ein super Brauhaus mit sehr leckerem Essen. Wir hatten auch wirklich Hunger. Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Stadt, trinken noch ein Bier vor einem Restaurant am der Trave (Fluss der in Travemünde in die Ostsee mündet) und sind gegen 22 Uhr müde wieder in Karsten.
15.06.2022 17. Tag
Heimfahrt….. Aber vorher laufe ich noch zu einer Bäckerei und hole Brötchen. Ich stelle auf dem Weg erneut fest wie schön und interessant doch Lübeck ist. Nach dem Frühstück stellen wir fest das der Parkscheinautomat wieder funktioniert und wir schauen zu das wir loskommen, wollen unser Glück ja nicht überstrapazieren. Die 600km nach Hause verlaufen ereignislos. Aber es ist starker Verkehr und wir sind froh als wir dann in Guntersblum bei Silke ankommen.
Unsere Route
Unser Schweden Fazit
Beitrag von Silke
Wieder zurück im hektischen , vollen und stellenweise sehr sturen Deutschland kommt jetzt unsere Urlaubs Resümee.
Es war ein wunderschöner Urlaub in einem wirklich traumhaft schönem Land. Es ist groß, gefühlt sehr groß, da wir an manchen Tagen stundenlang nur durch Wälder und an riesigen Seen vorbei gefahren sind. Keine Menschenseele zu sehen, nur ab und zu mal ein Briefkasten am Straßenrand der zeigt das es da irgendwo im Wald ein Haus gibt das ja auch von irgendwem bewohnt sein wird. Es gab Tage da sind uns auf einer Strecke von über 60km maximal 3 Autos entgegen gekommen. Wenn wir auf unserer Reise dann doch mal Einheimische getroffen haben, haben wir diese als unglaublich offen, freundlich und sehr interessiert, kennen gelernt. Jeder wollte wissen wo wir her kommen, wo wir schon waren, wie es uns gefällt, wo wir noch hin möchten. Wir konnten ohne Probleme überall hin laufen, sogar in einen Yachthafen vor dem wir übernachtet haben. Es gab keine Zäune, oder Hinweisschilder „Nur für Mitglieder“, oder sonstiges. Kurz gesagt: Einfach offen halt. Für einen Wanderurlaub ist Schweden definitiv geeignet. Mehr noch. Die Wanderungen, die wir gemacht haben, waren von Anfang bis Ende der Wahnsinn. Es ging fast nur über Steine, Felsen, Baumstämme, Wurzeln, Stege, Treppen, es war alles dabei. Uns hat sich eine teilweise unwirkliche Landschaft präsentiert mit uralten Bäumen, riesigen Seen, es ging vom Strand gefühlt direkt in die Berge und wir hatten atemberaubende Ausblicke.
Die Straßen sind, naja, befahrbar, meistens. Im Landesinneren gibt es keine Autobahn mehr, sondern nur sowas wie bei und die Bundesstraßen, nur halt in Feldwegqualität. Die Schubladen und Schräne im Karsten sollten immer gut geschlossen sein und wir haben öfters mal geschaut ob alle unsere Bandscheiben noch da sind wo sie sein sollten. Aber das war auch nicht so schlimm. Der Vorteil ist, wir konnten nicht so schnell fahren und somit hat Karsten auch etwas weniger Sprit gebraucht, was bei einem Literpreis von 2,50€ bis 2,60€, gar nicht so schlecht war.
Die Städte in denen wir waren, waren sehenswert, sauber, aber auch sehr teuer. Nichts zum shoppen. Wir haben versucht mal ein Restaurant zu finden, in dem wir mal was Landestypisches zum Essen bekommen. In der Stadt hätten wir vielleicht irgendwo was gefunden, in den ländlichen Gebieten, keine Chance. Es gibt ohne Ende Pizza, Burger, German Döner oder Sushi.
Bargeld haben wir in den 2 Wochen nicht einmal gebraucht. Es kann immer und überall mit Karte, bzw dem Handy bezahlt werden. Super toll, selbst im ländlichsten Supermarkt oder der kleinste Betrag kann Kontaktlos bezahlt werden. Außerdem haben die Supermärkte jeden Tag geöffnet, manche sogar Sonntags bis 21.00 Uhr.
Einen Stellplatz zum Übernachten haben wir immer gefunden. Man darf halt fast überall stehen. In 2 Wochen haben wir nur 35€ Übernachtungskosten gehabt. Frischwasser bekommt man problemlos an jeder größeren Tankstelle kostenlos.
Genauso einfach, wie alles andere auch, ist es in Schweden mit dem Internet. Wir hatten fast immer einen guten Empfang. Allerdings sollte man, wie wir gelernt haben, ausreichend Datenvolumen zur Verfügung haben.
Also, zusammengefasst können wir sagen, es war ein traumhaft schöner Urlaub. Tolle Gegend, nette Menschen, eine wunderschöne Zeit. Es war unsere erste Reise nach Schweden, aber ganz bestimmt nicht die letzte.























































