Irland/Schottland Sommer 2022

27.07.2022 1.Tag

Heute geht es los. Karsten gepackt und wenn Steffen in der Schule fertig  ist hol ich ihn ab und wir starten. Da ich, wie bei den früheren Touren schon angemerkt, am Tag bis zur Abfahrt unleidlich bin, ist das für mich eine harte Nummer zu warten. Um 13.30 Uhr ist er dann fertig und ich hole ihn um 14 Uhr ab. Wiesbaden los- in Niedernhausen auf die Autobahn in Richtung Köln und vor Camberg erst mal Stau. Na bravo. Das fängt ja schon mal gut an!

Nach einer Viertelstunde läuft es wieder und als wir in Köln auf die A4 wechseln wird die Fahrt entspannt bis Calais. Interessant wird es nochmal als wir in Belgien sind und plötzlich Mautschilder sehen die auf eine Maut für Fahrzeuge über 3,5to hinweisen. Nanu, hab ich da was verpasst. Am nächsten Parkplatz kann man die Erfassungsgeräte am Automaten kaufen und wir sind erst mal etwas ratlos. Nach einigen Recherchen im Internet aber Entwarnung, Wohnmobile und Busse sind von der Maut ausgeschlossen. Weiter geht es. Gegen 21 Uhr sind wir in Calais und finden einen Park- und Übernachtungsplatz nahe des Strandes. Etwas zum Abendessen und zwei Mohren (Bier aus Österreich) schnell eingepackt und los geht´s . Am Strand steht eine Pommesbude und wir nehmen noch zwei sensationelle Portionen mit. An einer der Strandbuden sitzend genießen wir den Moment und der Urlaub beginnt.

28.07.2022 2.Tag

Nach dem Morgenkaffee fahren wir in Richtung Hafen. War ein perfekter Übernachtungsplatz. Bis zur Hafeneinfahrt haben wir kaum 5min gebraucht. Aber dann doch falsch gefahren. Habe wohl die Adresse des Sitzes der Reederei P&O eingegeben und nicht die des Checkin. Naja. Nachdem wir noch ein paar mal hin- und hergefahren und durch ein oder zwei Kreisel gekreiselt sind, kommen wir schlussendlich am Fährterminal an. Eigentlich sind wir immer noch früh dran und es ist auch nicht sehr viel los, aber hier dauert es doch erheblich länger als wir nach Schweden gefahren sind. Bis wir an der Fähre stehen dauert es locker 1,5h. Aber egal. Dort erst mal schnell gefrühstückt und dann ist Boarding. Mit ca. 45min Verspätung legen wir ab. Die Überfahrt verläuft problemfrei und wir kommen gegen 12.30 Uhr Ortszeit in Dover an. Jetzt ist es spannend, LINKSVERKEHR! Komische Sache, aber geht. Ich muss mich aber erst mal an die geänderten Abläufe gewöhnen.

Prince Charles Bridge (jetzt King Charles !)

Nach ca. 100km kommt es zum nächsten Highlight des Tages. Karsten verlangt nach Adblue. Ok, daran hatte ich nicht gedacht. An die nächste Tankstelle und …. Steffen geht fragen und laut Tankstellenmitarbeiter herrscht auf der Insel eine Adblueknappheit und gibt nix. Und nun? Wir fahren weiter. Etwas nervös aber schau mer mal. 20km weiter halten wir an der nächsten Tankstelle. Es steht an das es Adblue hier gibt aber wir finden keine Zapfsäule. Am Shop stehen aber ausreichend Kanister. Ich kaufe zwei und dann fülle ich einen über den mitgelieferten Auslaufschlauch in Karsten. Eine absolut nervige Aktion denn der ist ca. 2cm zu kurz um problemfreies einfüllen zu ermöglichen.. 20min später sind 5 Liter eingefüllt und ich verkneife mir den zweiten. Das machen wir später mal, wenn Not ist. Als ich vom Händewaschen zurück komme sehen wir hinter uns 2 Zapfsäulen mit 4 Zapfstellen für Adblue. Da stand die ganze Zeit ein LKW davor und wir haben es einfach nicht geblickt. Hier brauchen wir für die restlichen 4 Liter ca. 20sek. Oh man!!!

Bis nach Fishguard wo die Fähre ablegt zieht es sich. Auch haben wir mit Stau und stockendem Verkehr zu tun und so kommen wir erst gegen 21 Uhr an. Ab Meer lassen wir den Abend ausklingen mit Fish und Chips und zwei Mohren.

29.07.2022 3.Tag

Der Morgen beginnt entspannt. Die Fähre fährt erst um 13 Uhr und wir haben Zeit. Nach dem Frühstück gehen wir rüber ans Meer und laufen ein Stück. Dabei schauen wir zu wie die Fähre in den Hafen einläuft und anlegt. Gegen 11 Uhr machen wir uns auf und fahren zum Checkin. Ratz Fatz sind wir durch und stehen an zum Boarding. Hier dauert es etwas aber als es dann los geht sind wir schnell an Bord und auf dem Sonnendeck. Die Überfahrt ist, glücklicherweise, sehr ruhig und um 16 Uhr sind wir in Irland angekommen, eine halbe Stunde vor der Zeit 👍🏻. Wir fahren die East Coast Road, eine kleine Strasse die sich an der Ostküste entlangzieht. Mit einer kleinen Fähre setzen wir über einen Fluss über und kurz darauf sind wir an der ersten Steilküste angekommen. Echt schön hier, kurzer Fotostop, Beine vertreten und dann geht es weiter. Nach 2 Stunden erreichen wir in Annestown einen kleinen Parkplatz direkt an der Steilküste. Übernachtungsplatz gefunden. Wir laufen nach dem Abendbrot nochmal zum Hafen runter und dann müde zurück zu Karsten.

30.07.2022 4. Tag

Die Nacht war es schon recht stürmisch. Karsten schaukelte ganz schön im Wind aber heute morgen ist das Wetter ok und wir starten zeitig. Nach 10min erster Fotostopp an einer alten Erzmine und wieder beeindruckender Steilküste. Weiter geht es nach Dungarvan. Ein kleines Küstenstädtchen. Wir laufen durch die Stadt und Frühstücken vor einem kleinen Pub. Gegen Mittag fahren wir weiter bis Kellarny. Das Wetter ist unterwegs umgeschlagen und es regnet etwas. Wir laufen durch Kellarny und und schauen uns um. Da es inzwischen nun doch ergiebig regnet, flüchten wir in einen Pub, wo es…. zufälligerweise….auch ein Bier für uns gibt. Später fahren wir weiter. Unterwegs legen wir noch einen Zwischenstopp am Muckross House ein, Es ist schon ein imposantes Gebäude und der Park drumherum kann sich sehen lassen, aber im Regen ….. Zum übernachten stellen uns auf einen Parkplatz direkt am See des Nationalparks Killarney. Eigentlich ein sehr schöner Platz zum Übernachten aber es regnet und regnet 😩. Schau mer was Morgen ist.

31.07.2022 5.Tag

Leichter Nieselregen am Morgen, aber schon besser als gestern. Heute fahren wir den „Ring of Kerry“ eine 179,0 km lange Panoramaküstenstraße im Südwesten Irlands. Als wir losfahren hört der Nieselregen auf. und es beginnt aufzuklaren. Eine phantastische Landschaft bietet sich uns . Erst zieht sich die Strasse durch das Land die Berge hinauf. Nach jeder Kurve ergeben sich neue Blicke auf die großartige Landschaft. Und Kurven hat die Strasse genug. Ich bin froh das Karsten nicht breiter ist. Es ist überall eng und die Seiten hoch zugewachsen. Auch über die Luftfederung und höheren Federn an der Front bin ich sehr glücklich. War eine gute Investition! Der Ring of Kerry mündet dann in den Wild Atlantic Way. Inzwischen ist das Wetter super und die Sonne scheint satt. Nach kurzer Zeit sind wir am Atlantik und ….. was soll ich sagen …. Boah. Wir parken an einem Spot und laufen an den Ozean runter. Es ist gerade Ebbe und das Meer ist kalt. Aha…..deswegen haben auch alle Schwimmer Neopren an. Wir fahren weiter. Am Nachmittag überqueren wir den Shannon mit der Fähre und fahren bis Kilkee. Die dort ausgewiesenen Parkplätze haben alle eine Höhenbeschränkung und sind somit nicht für uns geeignet. Park4Night zeigt uns etwas außerhalb noch einen Übernachtungsplatz an den wir auch anfahren…….. Hammerplatz…… direkt oberhalb der Steilküste. Spektakulär. Die Steaks die wir gestern beim Metzger gekauft haben wandern auf den Grill und die Kartoffeln in die Pfanne. Irgendwie war das mit den Kartoffeln nix. Haben sie nicht weichbekommen aber die Steaks waren dafür fantastisch. Der Abend endet mit einem sehenswerten Sonnenuntergang. Alles Top heute.

01.08.2022 6.Tag

Es ist sehr trüb heute morgen. Nach dem Frühstück fahren wir weiter den Wild Atlantic Way. Inzwischen regnet es 😒. Wir fahren zum Donegal Point. Eigentlich wissen wir nicht was uns da erwartet, wir haben den Punkt nur auf der Karte gesehen. Es ist eigentlich völlig unwirklich. Über kleinste einspurige „Strassen“ fahren wir durch die irischen Felder und plötzlich stehen wir am Rand der Steilklippen. Ein kleiner Pfad führt bis ans Meer runter. Absolut schön hier. Das es regnet tut der Sache keinen Abbruch. Als wir wieder nach oben klettern und etwas am Rand der Klippen entlang wandern stehen wir mitten auf einer Pferdeweide. Grüne Weide, soweit das Auge sehen kann und ein Stück weiter ein Riesen Krater wo die Küste abgebrochen ist. 

Weiter geht es, wir wollen noch an die Cliff´s of Moher. Kurz vorher essen wir eine Kleinigkeit und dann brechen wir unsere Fahrt zu den Klippen ab. Es regnet inzwischen Bindfäden und da brauchen wir diese Klippen nicht auch noch. Wir fahren jetzt weiter In Richtung Galway. Unterwegs wollen wir uns noch Dunguaire Castle anschauen. Das Navi führt uns quer durch die Irischen Berge. Kilometerlange schmalste Strassen, eher Wege, durch die Karsten gerade so passt. Wenn uns ein Auto entgegen kommt ist es immer interessant, aber das passiert auf ca. 25km nur zwei- oder dreimal. Hier ist quasi niemand außer uns unterwegs. Eine absolut großartige Landschaft bietet sich uns. Der Weg lohnt auf jeden Fall und der eine oder andere Schweiß/Angsttropfen ist es wert. Am Castle angekommen besichtigen wir es kurz und fahren dann weiter in Richtung Letterfrack, dem nächsten Ziel unserer Liste. Dort wollen wir zum Connemara Nationalpark. In Oughterard bleiben wir über Nacht stehen. Kurz noch in einen Pub und auf dem Rückweg zu Karsten Burger zum Abendessen mitgenommen. Heute spielt die Eintracht DFB Pokal und das ist Pflichttermin! Wieder mal viele Eindrücke von Irland mitgenommen, die Küste, die Berge usw. Das Wetter spielt gerade zwar nicht so mit aber es ist trotzdem sehr schön hier.

02.08.2022 7.Tag

Am Morgen gehe ich zum Bäcker und hole frisches Brot. Ist ein schöner Laden und das Brot sehr lecker. Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Kylemore Abbey. Negativhighligt des Tages ist ein Spiegelkontakt auf enger Strasse mit entgegenkommenden Lieferwagen und gerissener Spiegelschale. Aber nix was wir nicht mit einem Klebeband aus einem Werkzeugladen richten können. Kylemore Abbey ist sehr beeindruckend. Natürlich ist hier viel Tourismus aber das ist egal. Die Gartenanlage und der Baumbestand, riesige Bäume, sind echt klasse. 

Weiter geht es nach Letterfrack und zum Nationalpark. Wir finden einen Stellplatz am Meer oberhalb vom Nationalpark und nach einigem hin und her gehen wir baden. Mit Neopren denn das Wasser hat gerade mal 15° und die Luft 18°. Es ist super und ich liebe danach meine „heiße“ Dusche um so mehr. Natürlich ist es jetzt etwas nervig die nassen Sachen trocken zu bekommen aber das ist es auf jeden Fall wert gewesen.

03.08.2022 8.Tag

So richtig Mühe gibt sich das Wetter noch nicht. Die Nacht war stürmisch und nass aber wir hoffen auf Besserung. Nachdem ich im Omnia Brötchen aufgebacken habe frühstücken wir erst mal. Plan ist wandern im Nationalpark auf den Diamont Hill. Gesagt getan. Gegen 11 Uhr sind wir am Nationalpark und starten die Wanderung. Wir laufen den Connemara und Diamont Hill Loop. Geht erst mal ganz einfach einen breit geschotterten Wanderweg entlang und zweigt dann auf einen Steinstufenpfad ab der sich auf den Berg zieht. Das ganze entwickelt sich zu einer schweißtreibenden Wanderung die nicht ohne ist. Ca. 50m unter dem Gipfel holen uns die Wolken ein und die Sicht ist dann eigentlich ganz weg 🤷🏻. Zur Entschädigung fängt es auch direkt an zu regnen und wir sind in kürzester Zeit nass bis auf die Haut. An Karsten wird erst mal heiß geduscht und alles ist wieder prima. War eine wirklich schöne Wanderung und wenn wir was gesehen haben tolle Landschaft. Wir fahren weiter in Richtung Dublin. In Tullamore übernachten wir. Wir haben für Morgen eine Führung durch die Tullamore Destillery gebucht mit Tasting und wollen morgens noch Golf auf dem Pitch and Put Golfkurs spielen. Golf ist in Irland Volkssport und nicht so Elitär wie in Deutschland. Bin gespannt wie es wird und freue mich darauf.

04.08.2022 9.Tag

Sonne scheint und blauer Himmel. Endlich mal wieder schönes Wetter. Nach dem Frühstück wollen wir uns beim örtlichen Barbier rasieren lassen. Haben aber kein Glück mit Termin….. egal. Fahren dann los zum Golfplatz. Eine schöne Anlage. Erstmal ist da nur ein Spieler der gerade fertig ist und geht. Im Gespräch mit ihm und einem älteren Spielerpaar welche gerade kommen erfahren wir das wir auf Unna, die Platzverwalterin, warten sollen, die könne uns Schläger und Bälle möglicherweise leihen. Nach 20min kommt Unna, eine ältere Dame, die uns dann sehr herzlich alles an Equipment leiht und uns alles erklärt. Der Pitch and Put Platz hat 18 Löcher die bis zu 70m vom jeweiligen Abschlagspunkt entfernt sind. Alles wie beim Golf, nur etwas kleiner. Du hast 2 Schläger einen zum pitchen und einen zum putten. Steffen kann Golf spielen und erklärt mir wie ich schlagen muss.

Es macht sensationell Spaß. Nach einer Weile funktioniert es ganz gut…. Naja ich treffe schon mal, will es jetzt nicht übertreiben 😜. Nach ca. 2,5h sind wir durch und ich merke das es schon anstrengend ist, nach dem 12. Loch hat die Konzentration angefangen nachzulassen. Nachdem wir uns von Unna verabschiedet haben fahren wir zur Tullamore Ultimate Destillery Experience. Um 16 Uhr haben wir Karten gebucht. Wow …. Allein das Hauptgebäude ist schon mal imponierend. 

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Als erstes bekommen wir einen „Original Irish Coffee“ zubereitet. Boah ist der lecker. Im Laufe der Führung sehen wir die Destillationsanlagen, die Außenanlagen und eine von 9 Lagerhallen in denen tausende Holzfässer mit irischem Whiskey gelagert sind. Ein unglaublicher Anblick. Am Ende der Tour steht noch eine kleine Verkostung an. Hat sich wahrlich gelohnt die Tour mitzumachen. Sehr interessant und kurzweilig. Wir fahren weiter und erreichen unser Ziel Dublin am Abend.

05.08.2022 10.Tag

Gegen 10 Uhr fahren wir in die Stadt. Die Parkplatzsuche nimmt noch etwas Zeit in Anspruch aber um 11 Uhr haben wir dann doch einen gefunden. Mit Karstens Größe ist es in einer Großstadt nicht so einfach. Die „Saint Patrick´s Cathedral“ ist das Erste, was wir uns anschauen. Danach laufen wir weiter zu Dublin Castle und Trinity College. Zwischendurch müssen wir zu Karsten zurück da dort, wo wir geparkt haben, die Höchstparkdauer nur 3h ist. Ich muss Karsten etwas bewegen, um erneut für 3h zu lösen. 50cm Fahrtstrecke reichen und weiter geht es. In der Zwischenzeit hat Steffen sich beim Barbier rasieren lassen. Das muss man auch mal gemacht haben. Danach laufen wir weiter in der Stadt. Temple Bar, das Kneipen und Vergnügungsviertel füllt sich zusehends. Wir essen im „Bush Mill´s“ Mittag und trinken im „the Norseman“ noch ein Pint Bier. Danach gehen wir langsam wieder in Richtung Karsten. Wir verlassen Dublin und fahren jetzt Richtung Nordirland. In Dundalk finden wir in der Nähe des Hafens einen Stellplatz. Heute spielt die Eintracht das Eröffnungsspiel der Bundesliga 22/23. 2. Pflichttermin.

Es war nur ein Kurzbesuch von Dublin der uns nur einen Eindruck der Stadt vermittelt hat. Wenn man so eine Stadt wirklich besichtigen möchte braucht man 3-4 Tage und eine gründliche Vorbereitung, denn für viele Highlights bekommt man nur auf Vorbuchung Eintrittskarten. Aber so weiß man wenigstens ob es sich lohnt nochmal hierher zu kommen.

06.08.2022 11.Tag

Zum Brot holen laufe ich in´s Ort. Nach 45min bin ich wieder zurück. Kurz verlaufen 🤦🏻‍♂️! Nach dem Frühstück suchen wir uns eine Waschmaschine und Trockner. Solche Waschstationen haben wir schon mehrfach in Irland gesehen und am hiesigen Tesco, Supermarktkette, gibt es eine. Sehr praktische Sache 👍🏻und nach gut zwei Stunden ist alles gewaschen, getrocknet und wieder verräumt. Die Reise geht weiter. Kurz vor Belfast stoppen wir an Hillsborough Castle, der offiziellen Residenz Queen Elizabeth II bei ihren Aufenthalten in Nordirland. Besichtigung lohnt auf jeden Fall. Es findet auch gerade ein Fest im Park statt mit Musik und Verkaufsständen. Nach knapp 3 Stunden fahren wir weiter bis Belfast. Die Suche nach einem Übernachtungsplatz entwickelt sich zu einem Problem. Schlussendlich stehen wir auf dem Parkplatz des Belvoir Black Forest, einem Naturpark ca. 15min vor der Stadt. Wir hätten lieber in der Stadt genächtigt aber die Plätze erschienen mir irgendwie nicht sicher genug. Komisches Bauchgefühl 🤷🏻. 

07.08.2022 12.Tag

Richtig gut geschlafen. Der Platz füllt sich. Ist hier ein Treff für Jogger und Morgenspaziergänger. Nutze die Gelegenheit die Biotoi zu entleeren und aufzufrischen. Nach dem Frühstück fahren wir in die Stadt und parken Karsten auf einem großen Tagesparkplatz. Wir haben um 12 Uhr Karten für das Titanic Museum. Ist beim hinlaufen schon ein äußerst beeindruckendes Gebäude. Auf dem Lagan findet gerade eine Ruderregatta der hiesigen Schulen statt. Es ist ganz schön was los hier. Das Museum ist echt toll. Der Bau alleine ist schon riesig. Äusserst interessant ist die Entwicklung von Belfast über die Jahrhunderte, warum und wie die Titanic in Belfast gebaut wurde. Wie es innen aussah und was vom Untergang übergeblieben ist. Alles in allem hoch interessant. Wir hatten noch überlegt den Audioguide nicht mitzubuchen, das wäre aber der größte Fehler gewesen. Ohne diesen hätten wir nur die Hälfte verstanden.

08.08.2022 13.Tag

Um 6 Uhr geht der Wecker. Wir fahren zum Fährhafen und stehen um 6.30 Uhr schon fertig eingecheckt und kontrolliert vor der Fähre. Zwei Kaffee später sind wir auf der Fähre und um 8.15 Uhr legen wir recht pünktlich ab. 

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On the way to Scotland

Zwei Stunden später rollen wir in Schottland von Bord und „here we are“. Unser Weg führt uns nach Norden. Zwischendurch frage ich mal auf einem Campingplatz nach Wasser für Karsten da wir leer sind. Gerne hilft uns die Dame dort, aber nachdem Karsten´s Tank halb voll ist und sie realisiert das wir nicht bleiben wollen, müssen wir plötzlich wegfahren. Na dann, halb ist besser als nix 🤷🏻. Wir stoppen in Ayr und laufen mal durch. Ganz schön und nach 2 Stunden fahren wir weiter bis Glasgow. Dort finden wir am Rande eines Stadtparks einen guten Stellplatz in Innenstadtnähe. Das ist jetzt aber erst mal die letzte Großstadt die wir uns ansehen, drei Städte nacheinander sind mir eigentlich zu viel Stadt. Aber Glasgow überrascht mich. Eine prachtvolle Stadt mit sehr vielen großartigen Gebäuden. Wir sind beide begeistert. Zum Tagesabschluss gehen wir in einen Pub. Sensationelle Stimmung und Livemusik. 

09.08.2022 14.Tag

Morgens um kurz nach 6 ist hier schon was los. Etliche Jogger und eine Crossfitgruppe trainieren neben Karsten. Ich will Brötchen holen, aber als ich, nachdem ich losgelaufen bin, nochmal Maps konsultiere lass ich es. Knappe Stunde zu Fuß zum Bäcker…eher nicht. Dann gibt´s halt Toast, ist ja alles noch da. Nach dem Frühstück fahren wir los zum Loch Lomont Nationalpark. Unterwegs tanken und Wasser auffüllen und nach einer Stunde sind wir da. Wir parken direkt am See. Steffen baut die zwei SUP´s auf und los geht es. Wir paddeln ca. 2h um die eine Seespitze und queren dann zurück zu Karsten. Umgekehrt wäre es wohl einfacher gewesen, das queren gegen den Wind und die resultierenden Wellen ist nicht ohne. Ganz schön anstrengend so eine SUP Tour 😅. In der Badebucht vor Karsten machen wir an eine Boje fest und ruhen dann erst mal eine Weile aus. Nachdem wir geduscht und sie Boards verpackt haben fahren wir weiter nach Norden. Die Highlands beginnen. Eine tolle Landschaft wie man es sich vorstellt. Es ist hier mehr los als bis jetzt. Mitten in den Highlands, bleiben wir auf dem Parkplatz eines Skilift´s über Nacht. Hier gibt es tatsächlich ein Skigebiet. Was es hier auch gibt sind Kribbelmücken, etwa wie Obstfliegen. Nervig aber der noch kurz vor Abfahrt angeschaffte Mückenstecker in Karsten funktioniert ganz gut. Wir überlegen noch die Tour zu ändern soll es auf Skye doch Donnerstag regnen. Die Alternative ist die Isle of Mull. 

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10.08.2022 15.Tag

Sonnenschein am Morgen. Nach dem Frühstück fahren wir weiter in Richtung Glenfinnan, dort steht die Brücke die in den Harry Potter Filmen nach Hogwarts führt. Unterwegs ist Aldi unser Freund. Wir müssen unsere Vorräte auffüllen es ist knapp im Kühlschrank. Als wir an der Brücke ankommen sind wir leider wenige Minuten zu spät, der Zug der darüber fährt ist schon durch und der nächste kommt erst in 2,5h. Egal auch ohne Zug sieht die Brücke toll aus. 

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Nach einer Stunde hin und her Wanderung fahren wir weiter. Wir fahren auf die Ilse of Mull. Regenwetter und Sturm auf Skye das bringt nix. Erst geht die Strecke zurück Richtung Fort Williams wo wir einkaufen waren. Kurz vor der Stadt zweigt sie ab und wir fahren 58km an dem See/Fjord entlang. Die Strecke ist bis auf wenige km komplett einspurig mit Ausweichbuchten. Nach den 58km zweigt die Route über die Berge ab und führt, natürlich einspurig nach Lochaline, wo die Fähre nach Mull abfährt. Die Fähre steht bei Ankunft gerade bereit für uns und ruck zuck sind wir auf Mull. Da wir relativ spontan hierher gefahren sind haben wir keine Ahnung wohin und so stellt sich an der ersten Kreuzung nur die Frage ob rechts oder links. Wir fahren rechts nach Tobermory, natürlich einspurig. Tobermory ist die Hauptstadt von Mull und hat einen schönen Hafen mit bunten Häusern. Leider finden wir dort keinen Parkplatz für die Nacht und die dortige Destillery kann man auch nur nach Vorbuchung besichtigen. Wir fahren noch 10min weiter und finden etwas oberhalb der Stadt an einem kleinen See eine Parknische, perfekt für die Nacht. Heute spielt die Eintracht um den Supercup und das ist der 3. Pflichttermin.

11.08.2022 16.Tag

Super ruhige Nacht hier oben. Es ist bewölkt und 14° aber trocken👍🏻. Nach dem Frühstück mit Toastbrot, der 9 Euro Toaster für den Gasgrill ist das mit meist genutzte Teil, fahren wir weiter. Die, natürlich einspurige, Strasse zieht sich jetzt über die Berge. Verfahren ist nicht denn es ist die einzige Strasse hier. Das Schild „Weak Road“, beschädigte Strasse, steht überall und das ist auch so. Es zieht sich Kilometerweit über die Berge und ich bin froh das Karsten gut motorisiert ist und nicht so breit, aber ich stelle mich wohl ein bisschen an, hier fahren auch Lastwagen und Linienbusse. Diese fahren absolut skrupellos, die kennen die Strecken halt. Überall hat es dann auch Schafe neben und auf der Strasse. Aber die Landschaft ist der absolute Hammer. Anstrengend zu fahren aber es lohnt allemal. Nach einer guten Stunde kommen wir an den „Eas Fors Waterfall“. Wir laufen ein Stück an dem Wasserfall entlang, sehr schön. Das Wetter ist inzwischen sehr gut. Weiter geht es über die Insel. Nach einer weiteren Stunde Fahrzeit kommen wir an Duart Castle an. Eine Burg aus dem 14. Jahrhundert. Sehr schön gelegen auf einer Klippe direkt am Meer. Wir besichtigen die Burg und trinken noch einen Kaffee im angeschlossenen Teehaus. 

Als wir dann an der Fähre in Craignure ankommen fährt dies gerade ab…..😒. Wir fahren zum CheckIn und bekommen die falsche Frage gestellt “haben sie gebucht?“, die Fähren wären alle ausgebucht. Ups….und jetzt? Wir sollen uns auf die „Standby Line“ stellen und erst mal Tickets kaufen, irgendwie und mit irgendeiner Fähre würden wir schon mitkommen. Na dann. Gesagt, getan. Die Wartezeit überbrücken wir mit einem Pint in der Fährhafenkneipe. Hinter uns stehen inzwischen noch mehrere auf Standby. Als die nächste Fähre kommt ist das letzte Auto das dann drauf fährt Karsten. Glück gehabt und nach einer knappen Stunde fahren wir in Oban wieder runter. Schönes Städtchen. Wir übernachten auf dem Parkplatz vor einer einer Burgruine auf dem Weg Richtung Perth.

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12.08.2022 17.Tag

Wir kommen gegen Mittag gemütlich in Perth an und fahren erst mal zum „Kinnoull Hill Woodland Park“, den Hausberg von Perth. Dort wandern wir erst mal hoch und schauen uns erst mal das Ganze von oben an. Auf dem Rückweg ist noch eine Ruine mit Wachturm an einer Klippe direkt über dem Tay, der Fluss der durch Perth fließt. Wir fahren nach Perth rein und parken auf einem Parkplatz mitten in der Stadt. Hier bekommen wir auch Wasser für Karsten und Übernachten können wir auch, perfekt. Nach dem Ver- und Entsorgen laufen wir los und gehen erst mal auf den Greyfriar Friedhof. Dort finden wir den ältesten Grabstein Schottlands aus dem Jahr 1580. Der Friedhof steht unter Denkmalschutz und ist schon sehenswert. Wir gehen weiter und kommen dann zum Black Watch Museum. Die Black Watch waren ein schottisches Regiment und wo in der Welt die alles mitgemischt haben ist schon interessant. Die Schotten brauchen auch niemanden anderen anklagen, die haben selbst genug weltweit mitgemischt im laufe der Jahrhunderte🤔Als wir dann weiter durch Perth laufen lasse ich mir bei einem Barber die Haare schneiden, ist dringend nötig, Steffen lässt sich rasieren. Es stellt sich langsam ein Hunger ein und so suchen wir ein Restaurant um etwas zu Abend zu essen. Steffen  probiert frittierte Haggisballs. Wenn man nicht weiß was es ist, schmecken sie tatsachlich ganz gut. Den Abend lassen wir in einem Pub nahe des Parkplatzes bei einer Liveband ausklingen.

13.08.2022 18.Tag

Morgens gehe ich nochmal durch Perth und hole Brötchen beim Bäcker. Ich drehe die Schleife etwas größer und schaue mich noch ein wenig um. Wir waren gestern beim falschen Barber. Neben dem Bäcker ist der „Demon Barber“. Der Laden ist ein einziges Horrorkabinett und die Barbiere…..Sensationell, was ein Spaß..🤣!  Nach dem Frühstück müssen wir uns dann etwas beeilen damit wir noch vom Parkplatz runterkommen, stellt sich doch gerade hier ein Regenbogenmarsch auf . Wenn wir nicht vor denen weg sind, heißt es erst mal warten. Als wir losfahren macht die Streckenabsicherungen dann noch mal den Weg für uns frei. Gerade noch geschafft. Als wir in Edinburgh ankommen finden wir schnell, relativ zentral, einen Parkplatz und laufen dann in die Altstadt. Eine wirklich schöne alte Stadt und vor allem eins……Voll. Hier findet im August ein Fest der Strassenkünstler statt. Überall Musiker, Akrobaten und andere Künstler. 

Wir laufen bis 17.30 Uhr durch die Stadt und sind wirklich begeistert was wir so sehen. Ich bin aber dann trotzdem froh als wir weiterfahren, die vielen Menschen brauch ich aber nicht so wirklich lange. Der Weg führt uns aus Edinburgh raus nach Roslin um die Rosslyn Kapelle zu besichtigen aber die hat schon geschlossen als wir ankommen. Wenige Kilometer außerhalb auf einem Wanderparkplatz am Pentland Hills Regionalpark finden wir einen Übernachtungsplatz am Waldrand. Hier grillen wir erst mal zu Abend und lassen dann gemütlich den Tag ausklingen.  Die Kapelle schauen wir uns dann morgen an.

14.08.2022 19.Tag

Superruhige Nacht, nix los hier. Nachdem ich meinen Kaffee getrunken habe ziehe ich mich an und wandere los. Ich will mir das Naturschutzgebiet etwas anschauen. Sehr schöne Wald- und Hügellandschaft. Unterwegs treffe ich an einer Parkbank Eric. Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir das er in Edinburgh lebt, bei schönem Wetter hierher kommt und das Gebiet durchwandert, irgendwo mit dem Zelt übernachtet und Montags wieder an der Universität lehrt. Bei einem Kaffee schwatzen wir eine gute halbe Stunde miteinander. Einer sehr schöne Unterhaltung einfach mal so. Dann weiter bis zu einem See.

Kurz den Anglern zugeschaut, zurück zu Karsten und erst mal frühstücken. Gemütlich zusammengepackt und los zur Rosslyn Kapelle. Tja…. das hätten wir uns auch sparen können. Öffnet erst um 12 Uhr und Karten erst ab 14.30 Uhr. Dann halt nicht. Wir fahren weiter. Ziel ist Alnwick Castle. Das ist die echte Kulisse von Hogwarts. Als wir dort ankommen sind wir beide von der Größe des Schlosses überrascht. Das ist riesig. Die Besichtigung ist absolut empfehlenswert. Tolles Gelände. Das Schloss ist in Privatbesitz von Ralph Percy, dem 12. Duke of Northumberland, der das Schloss mit seiner Familie von Ende Oktober bis Ostern auch bewohnt. Irre 🤦🏻‍♂️!

Nachdem wir uns das angrenzende Alnwick noch kurz angeschaut haben fahren wir weiter in Richtung Süden. Wir wollen Morgen im North York Moors Nationalpark wandern und haben einfach mal Whitby, einen Küstenort in der Nähe, als Ziel ins Navi eingegeben. Ups, das konnte keiner ahnen. Als wir ankommen entpuppt sich Whitby als Touristenort pur. Im Hafenbereich ist eine Vergnügungspromenade mit Pubs, Restaurants, Spielhallen und vor allem Touristen. Wir wollten eigentlich etwas da essen aber vor den Restaurants und Imbissen stehen Schlangen an. Der Hafen an sich ist sehr schön aber nee, das ist nix für uns. Wir fahren, nachdem wir mal durchgelaufen sind, weiter ins Naturschutzgebiet. Nicht weit vor Start unserer morgigen Wanderung finden wir einen Parkplatz für die Nacht.

15.08.2022 20.Tag

Nach einer sehr ruhigen Nacht, abgesehen von den zwei oder drei Autos die über das Viehgitter auf der Strasse gefahren sind, fahren wir weiter zum Hole of Horcum. Das Wetter ist super. Wir haben 22°C, Sonne, Tendenz steigend. Bestens für eine Wanderung. Das Hole of Horcum ist ein 120m tiefes Loch in der Landschaft mit einem Durchmesser von 1,2km. Steffen hat an einem Stand noch eine Karte geholt und den Tip das wir an den 2 Toren das kleinere links nehmen sollen. Wir laufen den Pfad ins Loch hinunter, zum Teil abenteuerlich schmal durch Farnhaine und zwischen Bäumen hindurch. Unten angekommen finden wir aber keine 2 Tore und so folgen wir dem Pfad einfach weiter bis wir den Hauptweg erreicht haben. Inzwischen ist es auch ziemlich heiß geworden, staut sich die Hitze doch innerhalb des Kessels und hier geht überhaupt kein Lüftchen. Es ist sehr schön hier. Überall grüne Wiesen, lila Heidekraut und Schafe. Nach 3km zieht der Weg aus dem Kessel wieder nach oben um dann um das Hole herum zurück zum Startpunkt zu führen. Unterwegs haben wir dann doch technische Probleme. Steffens Wanderstock bricht und auch nach professionelle Reparaturen schafft er es nicht bis ans Ende der Wanderung durchzuhalten🤷🏻.  Eine tolle Landschaft mit zum Teil riesigen lila Flächen. Kurz bevor wir wieder an Karsten ankommen, sind da zwei Tore, Überraschung ….. wohl doch erst mal falsch gelaufen🤣! Nach über 10km Wanderung kommen wir schon angestrengt an Karsten wieder an.

Wir fahren weiter. Gegen 17 Uhr erreichen wir Nottingham. Hier finden wir einen guten Stellplatz an einer abgesperrten Strasse zwischen dem Trend, Fluss der durch Nottingham fließt, und Park. Schön hier. Wir machen uns fertig und laufen noch etwas in die Stadt. Der Abend findet vor Karsten, am Flußufer auf einer Parkbank, gemütlich mit zwei Mohren seinen Abschluss.

16.08.2022 21.Tag

Ich wache nach einer unruhigen Nacht zeitig auf. Wetter is schön und ich setze mich mit einem Kaffee an den Trend und schreibe meinen Tagesbericht. Es sind schon viele Leute hier unterwegs. Jogger, Gassigeher, Ruderer auf dem Fluss, Radfahrer und Menschen unterwegs zur Arbeit. Eine schöne entspannte Atmosphäre gerade hier. Vor dem Frühstück versuche ich dann Parkgebühren zu zahlen, da das Parken hier ab 8 Uhr kostenpflichtig ist. Ich scheitere vollkommen an der Registrierung in der App, kann doch meine deutsche Telefonnummer nicht hinterlegen, zu viele Zahlen….gehe mal von einem Programmierfehler aus. An mir kann das ja nicht liegen😜!

Da wir kein Parkticket lösen können, geht nur online, bleiben wir nicht und fahren nach dem Frühstück weiter.  Mal schauen was es so unterwegs noch gibt, eventuell noch mal Golfen, hat ja Spass gemacht, oder Canterbury, schau mer mal. Unterwegs fängt es an zu Regnen, da wird jetzt auch mal die Frontscheibe sauber, man muss positiv denken👍🏻. Mit der Zeit entwickelt sich der leichte Regen zu einem Starkregen und unsere weiteren Pläne fallen buchstäblich ins Wasser. Wir fahren bis Dover, werden uns wohl irgendwo abstellen und abwarten bis morgen. Als wir kurz vor Dover sind fällt mir ein das ich ja, in Anbetracht des Coronarisiko´s, eine Flexoption bei den Fähren gebucht habe die das Verschieben der Buchung erlaubt. Wir fahren einfach mal an den Terminal und schauen was geht. Ob wir hier in Dover bei dem Wetter nur rumstehen oder…..

Um 13.30 Uhr sind wir am Fährterminal. Um 13.45 Uhr fahren wir schon auf die Fähre drauf und um 14 Uhr sitzen wir auf dem Aussendeck und schauen beim Ablegen zu 🤪. Das passte perfekt.

Um 17 Uhr MEZ legen wir in Calais an und sind nach kurzer Zeit unterwegs. Wir fahren noch bis Belgien wo wir in De Panne übernachten.

17.08.2022 22.Tag

Es regnet in der Nacht leicht, sodass ich die Luken etwas schließen muss. Das reicht um mich nicht mehr richtig einschlafen zu lassen. Gegen 6.30 trinke ich erst mal einen Kaffee und dann gehe ich um kurz nach 7.00 Uhr los. Ich will mal zum Strand und dann Brötchen mitbringen. Es gefällt mir überhaupt nicht am Strand von De Panne. Eigentlich ein schöner weitläufiger Sandstrand aber vollgestellt mit Liegen die vermietet werden. Dahinter eine Front von Wohnsilos und unten Strandpromenade. Viel Müll und Bagger die den Strand täglich neu herrichten. Absolut nur Tourismus nix schönes für mich. Auch muss ich sagen, bin ich mehr als überrascht, allen denen ich freundlich begegne sind mir gegenüber muffig und unfreundlich, das habe ich in den letzten drei Wochen im vereinigten Königreich vollkommen anders erlebt, waren da doch alle uns gegenüber mehr als herzlich und aufgeschlossen. Komisch 🤷🏻.

Nach dem Frühstück packen wir zusammen und fahren Richtung Heimat. Gegen 17 Uhr bin ich dann Zuhause angekommen. Reicht auch. Es ist interessant. Wir sind fast 4000km gefahren in diesen drei Wochen, die anstrengendsten Fahrten sind die auf den deutschen Autobahnen 🤔. 

Mein Fazit

In drei Wochen haben wir Irland, Schottland und England bereist. Es war eine super Tour, die ich aber im Nachhinein so nicht mehr machen würde. Jedes Land an sich benötigt schon diese Zeit allein. Die Tour war perfekt um einen Eindruck der Länder zu bekommen und einige Highlights zu sehen, aber die Zeit war in Summe einfach zu kurz um irgendwo zu verweilen. Unser (zu) eng gesteckter Reiseplan erlaubte uns das leider so nicht. Dublin, Belfast, Glasgow und Edinburgh sind jede auf ihre eigene Art und Weise eindrucksvoll, aber gesehen haben wir da nicht wirklich viel, waren wir doch immer nur einen halben Tag dort. Es braucht für solche Städte doch einiges an Vorbereitung und Planung und vor allem Zeit.

Wir haben nur einen kleinen Teil der Inseln erleben können und ich werde bestimmt noch einmal dorthin reisen um weiteres zu entdecken. Die Vielzahl an Erlebnissen, Eindrücken und Begegnungen die wir in diesen drei Wochen hatten waren so intensiv das jegliches Zeitgefühl verloren ging. 

Steffen als Reisepartner ist perfekt. Unkompliziert und stressfrei war die Zeit miteinander. Drei Wochen auf engem Raum stellen schon eine Herausforderung an eine Freundschaft. 

Die Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, waren samt und sonders freundlich und offen uns gegenüber. Wir haben uns nirgends unwillkommen gefühlt.

Alles in allem….. war eine schöne Tour….. gerne wieder!

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