Ich möchte erst nach München zu Steffi und Jens, dann zu Jürgen an den Starnberger See und danach in die Schweiz zu Simon nach Andermatt fahren. Auf dem Weg nach München soll die Heckscheibe, die im Frühjahr bei der Montage des Busbikers beschädigt wurde, ausgetauscht werden. Das ist der Plan für die Woche ab dem 29.09. Aber erst mal ist ganz großer Dabbes angesagt. Ich rutsche frühmorgens, beim Aufstehen aus dem Bett aus und stürze der Länge nach mit der Seite auf einen Wäschekorb. Dabei ziehe ich mir eine Rippenprellung zu, auf dem Röntgenbild ist von einem Bruch nichts zu sehen! Das ist äußerst schmerzhaft und auch sehr nachhaltig. Nach vielen Überlegungen, ob ich jetzt fahre oder nicht, starte ich dann am Freitag zum Werkstatttermin. Je nachdem ob die Fahrerei gut läuft entscheide ich über die Weiterfahrt.
In der Werkstatt in Mannheim angekommen läuft es super, sehr freundlicher Empfang und Karsten wird sofort dem Monteur übergeben. Na also und die Schmerzen halten sich auch in Grenzen. Gegen 11 Uhr ist Karsten dann fertig…..aber die Scheibe nicht. Es wurde wohl die falsche Heckscheibe geliefert/bestellt (?) was erst nach dem Ausbau aufgefallen ist. Na bravo, dann war das jetzt erst mal umsonst😤 aber Aufregung nutzt nichts! Die Scheibe wird erneut bestellt und dann alles noch einmal….sind ja nur knapp 2h Fahrt hierher…. das war Sarkasmus! Ärgerlich aber isso. Ich fahre natürlich weiter nach München, das war ja eigentlich von vornherein klar so bin ich halt!, und komme gegen 18:30 Uhr bei Jens an. Steffi ist auf Geburtstag und kommt später. Die Freude ist groß und nachdem ich alle begrüßt habe, Jens, Liu und Walli das neue Familienmitglied, gehen wir zum Abendessen in die Forschungsbrauerei. Hier waren wir schon am Tag nach Steffis und Jens Hochzeit. Gefällt mir sehr gut da, gemütlicher Biergarten und das Essen ist sehr lecker. Anschließend machen wir noch einen kurzen Abendspaziergang mit den Hunden und nach einem Absacker gehe ich schlafen. Bin doch sehr müde und die Rippen melden sich auch.
Am Samstagmorgen hole ich mir die Hunde und gehe gemütlich zum Bäcker. Nach dem Frühstück radeln Jens und ich los in die Stadt. Wir wollen zu Rose, ich möchte mir ein Bike anschauen. Die Tour führt an der Isar entlang, sehr schön hier, ein tolles Gebiet. Bei Rose bin ich etwas enttäuscht. Hatte den Laden doch etwas größer erwartet aber das Bike ist da und ich kann es auch Probefahren. Anschließend fahren wir weiter an der Isar entlang bis zu einem schönen Biergarten. Zurück geht die Tour über ein ehemaliges Flugfeld, beeindruckend welch eine riesige Fläche mitten in der Stadt! Als wir wieder bei Jens und Steffi zuhause ankommen war die Tour knapp 40km lang und hat mir sehr viel Spass gemacht. Nachdem wir uns kurz frischgemacht haben gehen wir einkaufen. Am Abend sitzen und grillen wir gemütlich im Garten.
Sonntagmorgen, die Nächte sind zur Zeit nicht so wirklich erholsam. Ich kann wegen der Rippenprellung nur einigermaßen auf dem Rücken schlafen und als Seitenschläfer ist das für mich eher schlecht. Ich hole mir nach dem Aufstehen die Hunde, Lio und Walli, um eine Runde mit ihnen zu gehen. Anschließend frühstücken wir gemütlich. Gegen Mittag wandern wir los durch den nahegelegenen Wald. Bevor wir heute Abend zum Oktoberfest gehen müssen die Hunde sich austoben. Es ist heute sehr warm, ca. 29°C. Anfang Oktober! Nach 10km sind wir wieder zurück. Gefällt mir sehr gut hier, eine tolle Lage. Stadt, Wald, Berge und Seen in nächster Umgebung. Was will man mehr? Nach einer kurzen Mittagspause geht es los auf die Theresienwiese zum Oktoberfest. Hier zeigt es sich wieder einmal wie gut es ist mit Leuten die sich auskennen unterwegs zu sein. Ruck Zuck sind wir auf der Wiesn. Wir gehen durch bis zur Oilden Wiesen, ein abgesperrter Bereich wo das Fest noch traditionell gefeiert wird. Dort gehen wir ins Festzelt „Tradition“. Einfach schön, Oktoberfest mit Tanzboden und Blasmusik. Vorführungen von Trachtenvereinen und so weiter. Kein Puls, keine Hektik und kein Stress. Einfach gemütliches Volksfest! So mag ich das!
Gestern hab ich schon gemerkt das ich wieder einmal eine Augenentzündung bekomme und so suche ich mir auf Google einen Augenarzt und fahre am Morgen mal hin. Gegen 11:00 Uhr bin ich wieder zurück und wir frühstücken noch einmal gemeinsam bevor ich weiterfahre. Es war wieder einmal sehr schön bei Steffi und Jens und ich hoffe das wir es bald wieder schaffen uns zu sehen. Gegen 13:00 starte ich und komme kurz vor 2 bei Jürgen, Kollege aus der Lehrzeit, an. Nach kurzer Begrüßung fahren wir mit den Bikes zum los und Jürgen zeigt mir seine Wahlheimat. Wir fahren ein Stück am Starnberger See entlang und drehen eine sehr schöne MTB Runde durch Oberbayern. Am Ende war die Tour sehr schöne 51km lang. Am Abend fahre ich dann weiter bis Andechs, wo ich auf dem Parkplatz einer Grundschule einen prima Platz für die Nacht finde.
Nach dem Frühstück geht es runter zum Ammersee und ich radele bei bestem Wetter rund herum. Ab Mittag herrscht Föhn und beschert mir einen warmen Gegenwind als Trainingspartner. In Inningen in der Eisfabrik gibt es Cappuccino und ein sehr leckeres Eis und in Herrsching schlendere ich gemütlich über der Promenaden-Herbstmarkt. Eine wunderschöne Feiertagstour. Später kommen Steffi und Jens noch und wir essen zusammen auf Kloster Andechs zu Abend.
Heute, Mittwoch, fahre ich weiter zu Simon nach Andermatt. Aber erst möchte ich in Weilheim bei Multicycle, einem großen Cube-Händler, mir ein Rad anschauen. Als ich dort ankomme werde ich dort sehr gut beraten. Ich bekomme alles zum testen als ich erzähle woher ich komme verweist mich der Verkäufer an den neu eröffneten Stützpunkt in Wiesbaden was für mich wesentlich einfacher ist. Als wir so unterhalten erwähne ich meine Schaltprobleme mit meinem MTB. Ruck Zuck ist mein Rad in die Werkstatt gebracht und nach kurzer Begutachtung durch den Monteur die Diagnose Schaltwerk verbogen. Da ich diese Probleme schon seit Anfang an habe muss das wohl schon beim Kauf gewesen sein, ich hatte auch nie einen Sturz oder ähnliches. Ärgerlich! Nach einer halben Stunde ist ein neuer Umwerfer angebaut und ich fahre weiter. Super Laden….kann ich nur empfehlen!!!
Die Highlights reissen heute aber nicht ab. Ein Stein knallt mir unterwegs in die Scheibe und schlägt sie kaputt. Nochmals Ärgerlich. Der Rest der Fahrt ist aber ereignislos und ich erreiche Andermatt gegen 19:00 Uhr. Ich treffe Simon und Lea im Hotel, ich freue mich die beiden zu sehen. Simon und ich gehen noch etwas trinken. Lea darf noch etwas arbeiten🫣 Gegen 22:00 Uhr liege ich müde in Karsten.
Ich wache gegen 08:00 Uhr auf. Ich stehe dieses mal auf dem Centralparkplatz, der Stellplatz an der Seilbahn wird saniert. Der Parkplatz ist ok aber es ist etwas lauter hier ist doch die Großbaustelle neben dem Radisson gleich gegenüber. Das Wetter ist großartig und ich starte um 11:00 Uhr mit dem Rad zum Gotthard hoch. Im letzten Jahr hab ich die Tour mit dem E-Bike gemacht und heute mit dem Biobike. Nach gut 2 Stunden komme ich am Pass an. Anstrengend aber super. Als ich so auf die Gebäude am Pass zurolle fällt mir im Berg der Eingang zum Sasso San Gottardo auf, einer Bergfestung aus dem 2. Weltkrieg. Heute ist es ein Museum. Ich kaufe mir ein Ticket und besichtige die Festung. Unglaublich. Die Anlage zieht sich kilometerweit über mehrere Ebenen durch den Berg. Lagerräume, Mannschafts- und Maschinenräume, Geschütz- und Kommandoräume sind zu sehen. Alles sehr interessant bei erfrischenden 6° Umgebungstemperatur. Nach gut 3h bin ich wieder draussen und wärme mich für die Rückfahrt erst mal in der Sonne auf. Die Auffahrt zum Pass ging über die Strasse, abwärts fahre ich über die MTB Strecke. Fordernd aber super. Gegen 17 Uhr bin ich wieder an Karsten angekommen. Nach einem Kaffee und einer Dusche gehen Simon und ich im Ochsen zum Käsefondue essen. Sehr lecker. Mit einem Bier in der Pinte lassen wir den Tag ausklingen. Bin ganz schön müde.
Heute werde ich schlagartig geweckt. Hubschrauber über mir, nanu? Als ich aussteige um nachzusehen was hier gerade passiert sehe ich Rauch über dem gegenüberliegenden Kasernengebäude aufsteigen. Kurz darauf kommt ein zweiter Hubschrauber und setzt Soldaten mit einer Winde auf dem Dach ab. Wie im Film aber live und hier…… Nach einem kurzen Moment bemerke ich die Zuschauer auf dem Kasernengelände. Heute ist Besuchstag für die Angehörigen und das war eine echt beindruckende Show. So bin ich noch nie geweckt worden…..
Nachdem ich gefrühstückt habe nehme ich mir mein Bike und fahre noch eine Tour. Das Wetter ist super und inzwischen auch schön warm. Am Morgen waren es 3,5°C „Winter is comming 🫣“.
Die Tour zieht erst das Tal entlang und hinter Realp den Berg hinauf bis zum Witenwasserental auf 2207m ü.M. Eine tolle Landschaft belohnt für die Anstrengung. Am Ende stehen über 35km und 950hm auf der Uhr. Simon und ich gehen in der Pinte zum Abendessen und um 22:00 Uhr geh ich schlafen.
Am Samstagmorgen haben wir 2,5°C draußen. Gegen 09:30 Uhr ziehe ich die Laufschuhe an und gehe laufen. Ich laufe am Radisson vorbei oberhalb des Golfplatzes bis Hospental. Dort drehe ich und laufe zurück über den Golfplatz. Keine so wirklich gute Idee! Alles im Schatten und noch weiß vom Rauhreif. Ich bin als ich an Karsten zurück bin komplett ausgekühlt, gut das ich das Heißwasser für die Dusche schon angestellt habe. Duschen wirkt Wunder. Anschließend packe ich alles zusammen und fahre zu Simon hoch. Wir wollen noch gemeinsam Mittag essen bevor ich dann nach Hause aufbreche. Als ich bei Lea und Simon ankomme liegt Lea krank im Bett und Simon ist es auch nicht nach Mittagessen. So laden wir Sophies Restliche Sachen noch ein und ich fahre etwas früher als geplant nach Hause.
Die Zeit mit Steffi und Jens, Radltour durch München und Umgebung, Oktoberfest, die Tour mit Jürgen am Starnbergersee, die Ammerseetour und die MTB Touren in der Schweiz, die Zeiten mit Simon. Für eine Woche, unglaublich viele, wunderschöne zum Teil intensive Momente und Erlebnisse, die ich nicht missen möchte.
