Es geht heute wieder einmal auf die CMT nach Stuttgart. Diese Messe mag ich einfach – groß, aber nicht erschlagend und eben nicht nur Camping. Auch Tourismusregionen, Reiseveranstalter und allerlei Traumziele präsentieren sich hier. Man schlendert durch die Hallen und merkt schnell: Das Fernweh hat leichtes Spiel.
Im letzten Jahr habe ich Dirk von „OF T unterwegs“ getroffen. Er brachte mich auf die Idee, mich mit OELITOURS.de offiziell als Presse zu akkreditieren. Und so bin ich diesmal zum ersten Mal als Mitglied der „schreibenden Zunft“ unterwegs. Freier Eintritt, ein Stellplatz – kann man wirklich schlechter treffen. Also bleibe ich gleich drei Tage.
In diesem Jahr habe ich zwei klare Schwerpunkte: Zum einen spiele ich mit dem Gedanken, Karsten abzugeben und auf ein winterfestes Allradmobil umzusteigen. Zum anderen geht es darum, Reisepläne für die kommenden Touren zu schmieden. Für beides ist die CMT ein ziemlich idealer Ort.
Gegen 11:00 Uhr rolle ich am Dienstag auf das Messegelände. Kurz darauf stehe ich auf dem für die Presse reservierten Parkplatz – direkt neben Dirk. Kaum will ich mir einen Kaffee machen, erklärt mir ein anderer YouTuber, dass ich doch einfach ins Pressezentrum gehen könne. Zutritt hätte ich schließlich, dort gibt es Kaffee und noch einiges mehr für Menschen mit Presseausweis. Gesagt, getan – und tatsächlich: Neben Snacks und Getränken finde ich dort auch ein paar ruhige Ecken. Die werde ich in den nächsten drei Tagen noch zu schätzen wissen.
Seit über einem Jahr gehe ich mit einem Hymer ML-T schwanger und habe ihn mir mehrfach angesehen. Im Grunde gefällt mir das Fahrzeug ausgesprochen gut, doch bei genauerem Hinsehen bleiben ein, zwei Punkte, die für mich echte No-Gos sind. Auch der Dethleffs Globebus 4×4 ist interessant, zeigt in der Verarbeitung jedoch Details mit denen ich nicht richtig warm werde.
Vor einigen Wochen bin ich dann über den Eura Mobil Xtura gestolpert. Silke und ich haben ihn uns beim Autoservice Abel in Hünfeld angeschaut – im Nachhinein fast ein Fehler, denn das Fahrzeug hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen. Die Kritikpunkte, die wir beim ML-T und beim Globebus hatten, sind hier schlicht kein Thema. Im Gespräch mit Herrn Abel wurden mir verschiedene Optionen aufgezeigt und mit einem Vorabangebot, inklusive möglicher Verrechnung für Karsten, sind wir weiter gefahren.
Kurz vor der Messe traf ich Herrn Abel noch einmal direkt bei Eura Mobil in Sprendlingen für eine Probefahrt mit dem Xtura. Danach lag ein Angebot auf dem Tisch, ziemlich genau nach meinen Vorstellungen. Nun laufe ich über die Messe und halte die Augen offen, ob sich vielleicht doch noch eine Alternative auftut. Doch nachdem ich kreuz und quer durch die Fahrzeughallen gezogen bin, wird mir langsam klar: Es läuft wohl auf den Xtura hinaus. Ich muss nur noch mit mir selbst klären, ob ich bereit bin, diese Investition zu tätigen.
Am späten Nachmittag treffe ich wieder Dirk. Nachdem die Hallen für den Publikumsverkehr geschlossen sind, schlendern wir noch ein wenig durch die erste Tourismushalle und landen schließlich auf einer Standparty. Bei einem Getränk ergeben sich nette Gespräche mit Ausstellern und anderen „Offiziellen“ – genau diese ungeplanten Begegnungen sind es ja oft, die solche Tage abrunden.
Die Nacht verläuft für mich eher unruhig. Die Entscheidung – ja oder nein – lässt sich nicht so leicht treffen. Kopf und Bauch sind sich zwar erstaunlich einig und tendieren beide zu einem klaren „Ja“, doch irgendwo im Hinterkopf meldet sich dieser kleine Zweifler. Und der kann bekanntlich ziemlich ausdauernd sein.
Am Mittwochmorgen bin ich entsprechend früh wach und gehe erst einmal ins Pressezentrum. Es gibt ein kleines Frühstück, genau richtig für einen ruhigen Start in den Tag. Das Programm ist schnell klar: Heute gehören meine Aufmerksamkeit ganz den Reise- und Tourismushallen. Das Thema neues Fahrzeug parke ich bewusst. Erst wenn die Entscheidung gefallen ist, werde ich wieder eine Fahrzeughalle betreten.
In den Hallen kann man sich regelrecht verlieren. Zunächst der Bereich Deutschland – Bundesländer, Regionen und Städte zeigen, was sie zu bieten haben. Dabei wird schnell klar, dass man gar nicht immer in die Ferne schweifen muss, um Neues zu entdecken. Weiter geht es durch Europa, wo sich ein Land nach dem anderen präsentiert. Vieles weckt Interesse, erste Ideen setzen sich fest.
Besonders bleibe ich schließlich im Fernreisebereich hängen. Kanada und Alaska üben eine spürbare Anziehungskraft auf mich aus. Welche Möglichkeiten es gibt, diese Regionen zu bereisen, lasse ich mir ausführlich erklären. Am Abend bin ich ehrlich gesagt ziemlich erschlagen – mit all den Eindrücken könnte man die nächsten Jahre problemlos nur noch unterwegs sein. Ein klein wenig arbeiten muss ich allerdings noch, bis dieser Zustand Realität werden kann. Aber Ziele habe ich jetzt mehr als genug.
Hier auf der CMT zeigt sich wirklich die ganze Bandbreite des Reisens: nah oder fern, Europa oder weltweit, individuell oder in der Gruppe, Kreuzfahrten, Busreisen, Abenteuer – es gibt kaum etwas, das es nicht gibt.
Am Donnerstag ist die Entscheidung dann gefallen. Ich werde den Xtura kaufen – allerdings nicht ohne ein paar Anpassungen. Die Chemietoilette wird ausgebaut, stattdessen soll eine Trenntoilette hinein. Und wo könnte man sich besser über Zubehör und Ausrüstung informieren als genau hier? Mit einer kleinen Liste in der Hand ziehe ich los, spreche mit Herstellern und lasse mir alles genau erklären, um sicherzugehen, dass es zu meinen Vorstellungen passt.
Nachdem ich meine Änderungsliste abgearbeitet habe, gehe ich zu Herrn Abel an den Stand von Eura Mobil und bespreche mit ihm die Details. Am Ende unseres Gesprächs liegt ein finales Angebot vor – und dann ist es soweit: Oelitours schlägt ein neues Kapitel auf. Es wird ein neues Wohnmobil geben.
Bei Herrn Abel vom Autoservice Abel in Hünfeld habe ich mich wirklich sehr gut aufgehoben gefühlt. Er hat mich mit viel Geduld beraten, all meine Ideen aufgenommen und auch die vermutlich nicht immer einfachen Fragen gelassen beantwortet. So wünscht man sich das.
Am frühen Nachmittag mache ich mich schließlich auf den Heimweg. Für dieses Mal reicht es. Die CMT war für mich wieder einmal äußerst interessant: die Möglichkeit, unterschiedlichste Wohnmobile, Camper und Zelte hautnah zu erleben und zu vergleichen, dazu Zubehör, praktische Helferlein und natürlich auch so mancher Schnickschnack. Und dann dieser große Reise- und Tourismusbereich.
All das zusammen, präsentiert in einem noch angenehm ruhigen und freundlichen Rahmen – genau das ist für mich die CMT in Stuttgart.
