Sommerreise 2026, 3. Woche, Südtirol……

22.06.2026

Für heute haben wir eine Radtour geplant: runter nach Lana und dann auf dem Etschradweg bis nach Bozen und zurück. Schnell auf Outdooractive eine Route zusammengeklickt und los geht’s.

Dass es heute heiß wird, war klar. Dass die App uns aber über diese Strecke nach Lana schickt, damit hatten wir nicht gerechnet. Zuerst geht es noch über asphaltierte Wege durch die Obstplantagen, dann werden daraus Schotterwege und schließlich grob gepflasterte Natursteinwege. Mit dem Mountainbike sicher spaßig, mit dem Gravelbike eher grenzwertig. Nach kurzer Diskussion entscheiden wir uns für die Schiebevariante und sind wenig später unten in Lana.

500 Höhenmeter bergab. Die Frage, ob wir die später wieder hochfahren oder lieber den angebotenen Bikeshuttle nutzen, vertagen wir erstmal.

Der Etschradweg ist dann genau das Gegenteil: einfach traumhaft. Perfekt ausgebaut und wie gemacht fürs Rennradfahren. Die 25 Kilometer bis Bozen fahren wir zügig, schenken uns gegenseitig nichts und belohnen uns in der Altstadt erst einmal mit einem Kaltgetränk. Anschließend rollen wir entspannt durch die Fußgängerzone und schauen uns die Stadt an.

Die Rückfahrt nach Lana läuft ähnlich flott wie die Hinfahrt. Entsprechend ausgepowert kommen wir dort wieder an. Jetzt wären da nur noch die 500 Höhenmeter zurück zum Campingplatz.

Bei 36 °C und nach der sportlichen Runde fällt die Entscheidung überraschend leicht. Wir suchen den Busbahnhof und nutzen den kostenfreien Bikeshuttle. Eine sehr gute Entscheidung.

Am Abend veranstaltet der Campingplatz noch ein Grillfest. Eigentlich würden wir gerne einen Tag länger bleiben, aber leider ist der Platz komplett ausgebucht. Also heißt es morgen wieder: zusammenpacken und weiterfahren.

Gravelbiketour von Völlan nach Bozen

23.06.2026

Also der Brötchenservice klappt hier oben auf dem Campingplatz wirklich hervorragend. Um 08:00 Uhr holen wir unsere Brötchen, frühstücken in Ruhe und machen uns gegen 10:00 Uhr auf den Weg nach Imst in Österreich.

Silke hat bereits einen Campingplatz reserviert, deshalb können wir ganz entspannt über Meran und den Reschenpass fahren. Der Reschensee führt tatsächlich wieder ordentlich Wasser. Als ich das letzte Mal hier vorbeigekommen bin, wurde er gerade ausgebaggert und war fast komplett abgelassen. So sieht er deutlich schöner aus.

Nachdem wir in Imst noch unsere Vorräte im Supermarkt aufgefüllt haben, checken wir im Campingpark Fink ein. Ein sehr schöner Platz mit komplett neu sanierten Sanitäranlagen – top.

Am Abend drehen wir noch eine kleine Runde zu Fuß und später gibt es Gegrilltes aus dem Scotty. Ein schöner, entspannter Fahrtag.

24.06.2026

Aus der Imst-App haben wir uns für heute eine Graveltour herausgesucht. Mittlere Schwierigkeitsstufe: erst entspannt durchs Tal, dann als einzige nennenswerte Herausforderung rund 300 Höhenmeter über einen Pass und anschließend gemütlich am Inn entlang zurück nach Imst. Hört sich doch prima an.

Die Runde führte durch das Tschirgantmassiv und sollte 56 km bei 691 Höhenmetern haben. Was soll ich sagen? Die Tour war ein absolutes Highlight. Wunderschöne Landschaft, tolle Wege und eine echte Werbung fürs Gravelbike.

Nur eine Sache hat irgendwie nicht gepasst. Der Abschnitt „entspannt am Inn entlang“. Entspannt ja, flach eher nicht. Ständig ging es hoch und runter. Die versprochenen 300 Höhenmeter Zusatzarbeit haben wir dort locker noch einmal eingesammelt.

Mit der Anfahrt zum Startpunkt und ein paar kleineren Schlenkern standen am Ende 61 km und knapp 950 Höhenmeter auf dem Tacho. Ganz so gemütlich wie angekündigt war die Runde also nicht – aber Spaß gemacht hat sie allemal.

Rund ums Tschirgantmassiv

25.06.2026

Es ist schon am Morgen drückend heiß. Wir packen zusammen und starten gegen 10:30 Uhr Richtung Oberstdorf. Imst war sehr schön und der Campingpark Fink ist eine ganz klare Empfehlung.

Aber zuerst kaufen wir noch einiges im Interspar ein, was wir in Deutschland so nicht bekommen. Die Fahrt über den Fernpass verläuft ereignislos und um 13:00 Uhr stehen wir auf dem Stellplatz in Oberstdorf.

So ganz preiswert ist es hier inzwischen auch nicht mehr. Die Gemeinde Oberstdorf erhebt pro Person und Tag 4,75 Euro Kurtaxe – ganz schön happig! Aber sei es drum. Ich mag Oberstdorf trotzdem und komme immer wieder gerne hierher.

Am Nachmittag schlendern wir noch ein wenig durch den Ortskern und werfen am Abend den Grill an. Nach 20:00 Uhr sind die Temperaturen wieder erträglich. Jetzt muss es nur in Karsten noch etwas abkühlen, damit die Nacht angenehm wird.

26.06.2026

Oberstdorf – wir sind wohl am heißesten Wochenende des Jahres hier. Heute sollen es bis zu 37 °C werden. Das braucht wirklich niemand. Aber es ist, wie es ist, und wir haben ja doch keine Ruhe im A….

Zum Radfahren haben wir heute keine Lust. Deshalb haben wir uns auf OpenOutdoorActive eine Wanderung zur Gaisalpe und über den Wallrafweg zurück herausgesucht. Nach dem Frühstück – na ja, nach 11:00 Uhr – starten wir. Eigentlich ist es viel zu warm, aber was soll’s. Für dieses Wetter ist die Strecke genau richtig. Anfangs geht es durchs Tal, dann aber fast komplett im Wald bis zur Gaisalpe.

Dort gleichen wir mit einem Kaiserschmarrn und einer Radlermaß den Zucker- und Flüssigkeitshaushalt wieder aus und machen uns über den Wallrafweg, ebenfalls komplett durch den Wald, auf den Rückweg nach Oberstdorf.

Als wir wieder zurück sind, reicht es bei der Hitze dann auch. Am Abend geht’s ins „Wilde Männle“ zum Essen und anschließend ganz entspannt zurück zu Karsten. Gegen Mitternacht kühlt es langsam ab und die Nacht lässt sich in Karsten wieder gut aushalten.

27.06.2026

Heute fahren wir weiter. Nächster Stopp auf dieser Reise sind unsere Münchner Freunde Steffi und Jens.

Bevor wir losfahren, spazieren wir noch einmal durch Oberstdorf. Silke möchte unbedingt noch einen Kühlschrankmagneten mitnehmen. Spazieren ist allerdings schon eine kleine Herausforderung, denn gegen 11:00 Uhr sind es bereits 37 °C. Das ist wirklich nicht mehr normal – und schön schon gar nicht.

Gegen 15:30 Uhr kommen wir mit großem Hallo in München an. Bei dem Wetter machen wir heute außer gemütlich im Haus zusammenzusitzen nichts mehr.

28.06.2026

Nix geht mehr – es ist einfach zu heiß. Heute Morgen bin ich noch Brötchen holen gegangen, aber danach ist einfach Stillstand. 38 °C – das braucht wirklich keiner.

Dazu kommt noch, dass beim Hausnotruf die Server abstürzen und Silke mehrere Stunden einspringen muss, um die Flut an Meldungen abzuarbeiten. Steffi und Jens haben ebenfalls einen Termin, und so verbringe ich die Zeit ganz entspannt in der Hängematte.

Aber ganz ehrlich … mit so einem Tag komme ich ganz schlecht zurecht!

Gegen Abend gehen wir dann in einen nahegelegenen Biergarten. Was Silke und mich absolut fasziniert: Wir bringen unser Abendessen, also die Brotzeit, einfach selbst mit und kaufen dort nur die Getränke. Das ist eben der Unterschied zwischen einem Biergarten und einem Gastgarten in München!

Brotzeit im Biergarten
Brotzeit im Biergarten
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