Fulda, Amsterdam und Köln

Wochenendtrip nach Amsterdam

Da wir beide ein Gleitzeitstunden auf Halde haben, beschließen wir, sie sinnvoll zu „verbraten“ – mit einem kleinen Wochenendtrip nach Amsterdam. Die Anfahrt dehnen wir über Fulda aus, denn dort wartet ein neues Wohnmobil zur Besichtigung. Mein Herz schlägt ja schon länger für ein Allradmobil, aber bisher konnte mich keins so richtig überzeugen.

Bei Auto Abel schauen wir uns dann einen Xtura von Euramobil an – und plötzlich wird’s ernst. Das Konzept passt, die Punkte, die mich bei den anderen Fahrzeugen gestört haben, tauchen hier gar nicht erst auf oder lassen sich direkt anpassen. Der einzige Wermutstropfen: der Preis. Jetzt muss ich die nächsten Tage wohl intensiv mit mir verhandeln, was ich wirklich will.

Wir fahren weiter Richtung Amsterdam und suchen gegen 17:00 Uhr in Soest einen Platz für die Nacht. Direkt an der Stadthalle finden wir einen großen, kostenlosen Parkplatz – perfekt am Rand gelegen, als wäre er für uns reserviert. Ein kurzer Spaziergang führt uns in die Altstadt, wo wir bei einem richtig guten Italiener essen. Danach bummeln wir noch ein wenig herum und stoßen auf dem wunderschön geschmückten Weihnachtsmarkt mit dem ersten Glühwein der Saison an.

Am Freitagmorgen geht’s für mich zur Bäckerei. Der Einkauf gerät etwas… umfangreicher – aber die hatten auch wirklich zu viele leckere Sachen. Nach dem Frühstück rollen wir weiter nach Amsterdam und stehen gegen 14:00 Uhr auf dem Campingplatz Vliegenbos. Ein kleiner, gemütlicher Platz, ideal gelegen für einen Stadtbesuch. Zu Fuß sind es gerade mal zehn Minuten bis zur Metro, eine Station später steht man schon an der Central Station. Das U-Bahn-System läuft wie ein Uhrwerk: alle sechs Minuten eine Bahn, null Wartezeit – perfekt. Wir streifen bis etwa 18:00 Uhr durch die Stadt und sind gegen 19:00 Uhr wieder zurück bei Karsten.

Am Samstag steht die große Stadtrunde an. Nach einem ausgedehnten Frühstück geht es Richtung Metro und dann direkt hinein ins Gewusel. Wir laufen am Hafen entlang, weiter zur Bibliothek und hoch zum Nemo-Wissenschaftsmuseum. Vom Dach aus hat man einen großartigen Blick über die Stadt. Danach treiben wir uns zwischen Grachten und engen Gassen herum, trinken in einem winzigen Café einen Cappuccino und gönnen uns später überbackene Fritten.

Um 17:00 Uhr starten wir eine Bootstour durch die Grachten. Perfektes Timing: In Amsterdam läuft gerade das Lichterfestival – und im Dunkeln wirkt das einfach großartig.

Amsterdam gefällt uns ausgesprochen gut – dieses besondere Ambiente aus schmalen Häusern, geschwungenen Giebeln und den Grachten hat sofort seinen Reiz. Neben jeder Straße eine eigene Fahrradspur, überall Bewegung, überall Leben.

Was uns allerdings fast ein wenig überrollt hat, sind die Menschenmassen. So viele Leute, die sich gleichzeitig durch die Straßen schieben – das habe ich selten erlebt. Es ist laut, hektisch, manchmal fast zu viel des Guten. Amsterdam ist beeindruckend, keine Frage, aber ein ruhiges Hintertürchen hat es definitiv nicht.

Am Sonntag geht es wieder in Richtung Heimat – na ja, zumindest ein Stück. Unser Ziel heißt diesmal Köln, denn wir sind zum Konzert von Kontra K in der Lanxess Arena eingeladen.

Der Tag startet allerdings mit einem kleinen Nervtest: Die komplette Frontscheibe von Karsten ist beschlagen. Mit dem Fenstersauger bekomme ich zwar alles sauber, aber ausgerechnet der Bereich um die Frontkamera bleibt hartnäckig feucht. Ergebnis: Kamera und Sicherheitssystem sind bis Köln außer Gefecht. Begeisterung pur…

Der eigentlich geplante Park- und Übernachtungsplatz an P5 der Arena ist dann natürlich auch noch gesperrt. Nach einer guten halben Stunde Kurverei finden wir schließlich einen Stellplatz an einer Kleingartenanlage, knapp zwei Kilometer entfernt. Immerhin – meine Laune fängt sich langsam wieder.

Pünktlich um 18:00 Uhr sind wir dann in der Arena. Und obwohl Kontra K sonst nicht unbedingt mein Musikgenre ist, haben wir einen richtig starken Abend. Das Konzert reißt uns mit – ein würdiger Abschluss für unseren kleinen Amsterdam-Ausflug.

Am Montagmorgen geht es endgültig zurück nach Hause – und die Kamera hat sich leider immer noch nicht erholt. Beschlagen, gestört, einfach nur nervig.

In Limburg fahre ich deshalb direkt beim Fiat-Service vorbei. Dort zeigt man mir geduldig, wie die Abdeckung der Frontkamera demontiert wird. Einmal sauber wischen, alles wieder montieren – und siehe da: Das System läuft wieder, als wäre nie etwas gewesen.

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