Es ist wieder soweit – Karsten wird beladen. Ziel diesmal: Besuch bei Simon und Lea in der Schweiz. Ganz ehrlich: Packen bleibt die nervigste Disziplin. Nach der Skandinavienrunde hatte ich Karsten einmal komplett leergeräumt, und jetzt bin ich sicher, dass die Hälfte irgendwo zu Hause liegen bleibt.
Der Plan: Sonntag nach Andermatt und, wenn das Wetter mitspielt, Montag mit dem Gravelbike hoch auf den Furkapass. Die E-Bike-Variante hab ich schon, aber die „Biobike-Version“ fehlt noch. Eigentlich wollte ich schon am Freitag starten, doch in Andermatt ist Alpenbrevet – Rennradmarathon, Hunderte Radfahrer, null Stellplatz. Also Plan B: ins Allgäu nach Wildpoldsried, wo Bernd und Johanna gerade ihr Ferienhaus nutzen.
Freitag: Arbeit bis Mittag, danach packen, losfahren – und natürlich wieder was vergessen. Also nochmal zurück. Klassiker. Gegen 15 Uhr komme ich dann wirklich weg. Auf den Autobahnen wie erwartet viel Verkehr, also rolle ich entspannt durchs Land und erreiche gegen 19:30 Uhr Wildpoldsried. Großes Hallo, wir haben uns ewig nicht gesehen. Besonders freut mich: Annie ist wieder fit – 15 Jahre und noch dabei. Den Abend verbringen wir gemütlich im „Hirschen“, ins Bett geht’s erst nach Mitternacht.
Samstag: gemeinsames Frühstück, dann Heimwerkerprogramm. Bernd und Stefan bauen einen Ofen ein, ich kümmere mich um ein paar Steckdosen und Schalter. Ein bisschen helfen geht immer. Eigentlich wollte ich weiter, bleibe dann aber doch. Johanna hat Geburtstag, also fahren wir abends nach Kempten in ein veganes Restaurant. Auswahl für mich eher schwierig, Geschmack top.
Sonntag geht’s nach Andermatt. Gegen 14:30 Uhr bin ich bei Simon, bringe die Mitbringsel vorbei und richte mich auf dem Stellplatz ein. Camping Gotthard, praktisch und mit allem, was man braucht. Abends treffen wir uns im Hotel Sonne zum Essen – ein richtig schöner Abend.
Montag: Das Wetter zeigt sich kühl und wolkenverhangen. Egal. Mit dem Rad nach Realp und dann hoch zum Furkapass. Die Auffahrt ist schon fast ein Autosalon, es kommt alles vorbei was Klasse hat, Lamborgini, Ferrari, Aston Martin…. Zwei Stunden später stehe ich oben – kalt, windig, aber super. Lange bleibe ich nicht, es ist mir zu kalt.
Die Abfahrt ist in 20 Minuten erledigt. Der Rückweg nach Andermatt zieht sich von Realp nochmal ordentlich mit Gegenwind. Als ich bei Karsten ankomme: müde, aber zufrieden.
Simon arbeitet länger, Lea kränkelt – also habe ich den Rest des Tages für mich. Am Abend Rösti, sehr gute Entscheidung. Danach direkt satt und müde ins Bett.
Dienstag: Kategorie „eher schlecht“. Dauerregen, ungemütlich. Kein Problem – Simon organisiert mir Zugang zum Wellnessbereich im Radisson. Sauna, Pool, Ruhe – auch das ist Urlaub. Am Nachmittag treffe ich Simon, abends gibt’s mit Lea zusammen Burger in der „Pinte“.
Mittwoch: Zum Abschied lädt mich Simon noch zum Frühstück ins Hotel ein. Das Buffet ist ein echter Knaller. Gegen 10 Uhr starte ich, und um 18 Uhr bin ich wieder zu Hause. Es waren richtig schöne Tage – und ich hoffe, dass ich zu Simons Geburtstag wieder in die Schweiz komme.
