Ostern in Andermatt – Schneegestöber, Frühstücksorgien und radeln am Limit!

Bevor meine große Skandinavienreise startet (die epische Saga beginnt bald, keine Sorge), will ich unbedingt noch Simon und Lea besuchen. Die Zeit ist allerdings so knapp wie ein Espresso in Italien, also bleibt nur das Osterwochenende für ein Wiedersehen im Schneeparadies Andermatt. Bonus-Level: Auch Sophie, Fabian und Andrea sind dabei. Jackpot!

Gründonnerstag – Der Augenarzt, der zu viel Zeit hatte

Eigentlich wollte ich um Punkt 12:00 Uhr losdüsen. So war der Plan. Leider hatte mein Augenarzt da andere Vorstellungen – „nur ein kurzer Kontrolltermin“, sagte er. Haha. Nach ein bisschen Tropfen-Zauberei sah ich erst gegen 14:00 Uhr wieder mehr als nur bunte Lichtflecken. Immerhin schickte mir Simon zur Aufmunterung ein Foto: In Andermatt hat’s über Nacht nochmal ordentlich geschneit. Wallis und Zermatt sind offenbar komplett abgesoffen im Schnee – der Winter gibt nochmal richtig Gas. Na danke auch.

Ich komme um 14:30 Uhr endlich los. Die Reise erfolgt in Etappen – klingt gewaltig, heißt aber nur: Ich gurke gemütlich Richtung Freiburg. Da Simon sich nicht mehr meldet ist der Schnee wohl kein Problem… was kann da schon schiefgehen?

Zwischenstopp in Heitersheim – Tennis, Brötchen und Fußballfrust

Gegen 19:30 Uhr finde ich in Heitersheim einen netten Stellplatz direkt an Tennisplätzen. Zum Abendessen gibt’s frische Brötchen und Fußball im Fernsehen – leider verliert die Eintracht. Stimmung: semi. 🤦🏻‍♂️

Karfreitag – Schwarzwaldromantik und Gotthard-Drama

Nach einer erholsamen Nacht starte ich mit einem gemütlichen Frühstück und einem Spaziergang. Direkt hinter meinem Stellplatz breitet sich eine traumhafte Schwarzwaldkulisse aus – Bäume, Hügel, ein Wasserturm mit Aussicht (und ohne Eintritt!). Ich liebe spontane Abstecher.

Um 10:30 Uhr geht’s weiter – alles läuft wunderbar, bis ich 800 Meter vor der Autobahnausfahrt in die Blockabfertigung des Gotthardtunnels gerate. 20 Minuten Stillstand für nix. Ich umgehe den restlichen Stau wie ein echter Routen-Ninja über Nebenstraßen. Gute Entscheidung: Auf der Autobahn wären es 2 Stunden Wartezeit gewesen.

Ankunft in Andermatt – Sonne, Begrüßung und ein bisschen Radeln

In Andermatt werde ich mit Sonnenschein und T-Shirt-Wetter begrüßt. Ich treffe die ganze Bande im Café – alle sind gut drauf, der Kübel ( großes Bier) schmeckt, ich bin offiziell im Urlaub angekommen. Mein Stellplatz ist in Zumdorf. Hatte ich näher an Andermatt in Erinnerung… naja, Details. Zum Glück hab ich mein Fahrrad dabei – wird schon nicht bergauf sein. (Spoiler: doch.)

Gegen 17:00 Uhr radle ich bei Postkartenwetter zurück in den Ort. Am Abend gehen wir ins Radisson essen. Die Rückfahrt mit vollem Magen (gefühlt 12 Kilo mehr Bauch) war dann eher Kategorie Sportlicher Endgegner.

Samstag – Frühstück für Champions und ein bisschen Teufelsbrücke

Ich bin zum Frühstück ins Radisson eingeladen. Um 08:00 Uhr radle ich wieder los – das Buffet ist ein Kunstwerk in Käse, Brot und Bacon. Ich fühle mich wie ein Michelin-Kritiker mit Fahrradhelm.

Nach dem Frühstück verabschieden sich Sophie, Fabian und Andrea Richtung Luzern. Ich mache noch ein bisschen auf Touri mit dem Rad, besuche die legendäre Teufelsbrücke und statte auch Hospental einen Besuch ab. Dort steht ein alter Wehrturm mit Aussicht über das ganze Urserntal – grandios. Leider kündigt sich das schlechte Wetter schon an. Na klar.

Mit Gegenwind, Schnee und Regen im Gesicht kämpfe ich mich mit dem Rad gegen die Naturgewalten zurück nach Zumdorf zu Karsten – mein fahrbares Zuhause – kein Spaß!

Ich verlasse Zumdorf und fahre mit Karsten nach Andermatt, ich darf über Nacht auf dem Mitarbeiterparkplatz stehen. VIP-Life! Am Abend Essen mit Lea, später treffen wir auch wieder den Rest der Truppe in der Pinte

Sonntag – Lawinen, Regen und ein sonniges Finale

Ich wache auf und weiß: Heute ist der Tag, um abzureisen. Es regnet, es donnert, und es werden Lawinen gesprengt – ein klassischer Schweizer Ostergruß. Beim Frühstück im Radisson (wo sonst?) gibt’s nochmal alles, was das Herz begehrt – mein Camper hätte das so nicht hinbekommen. 😜

Danach fahre ich Lea nach Hause – der Regen begleitet mich  bis Karlsruhe. Und dann, plötzlich, in Guntersblum bei Silke: Sonnenschein! Halleluja! 🌞

Fazit: Ein Wochenende mit meinen Kindern, Schnee, Sonne, Pizza, Rad-Abenteuern und einem Wellnessbereich, der mich fast nicht mehr gehen lassen wollte. Ich bin bereit für Skandinavien – nach einem kurzen Mittagsschlaf. Oder zwei.

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