Zu Simons Geburtstag fahre ich noch einmal dieses Jahr in die Schweiz. Silke kann leider nicht mit kommen da sie noch arbeiten muss, wir treffen uns dann Mitte der Woche in München. Im Nachreisen hat sie inzwischen schon einige Erfahrung und so hole ich sie am Donnerstag in München am Hauptbahnhof ab. Ich fahre am Samstag nach Andermatt und komme gegen 17:00 Uhr bei Simon und Lea an. Da die Gastronomie im Haus noch nicht geöffnet hat kann Karsten die paar Tage vor der Eingangstür stehen und das Stellplatzproblem ist schon bestens gelöst. Am Sonntagmorgen, Simons Geburtstag, gehe ich erst eine Runde ins Unteralptal joggen und dann helfe ich Simon bei den Vorbereitungen für seine Geburtstagsparty. Ich muss zugeben das mir dieses kurze miteinander kochen mit Simon sehr viel gibt. Ich genieße diese seltene, wertvolle Zeit. Anschließend gehe ich kurz zu Lea ins Hotel und bekomme von ihr eine Führung durch das Haus. Auch diese Einladung von Lea bedeutet mir viel. Am Nachmittag kommen die Gäste und ich hätte nicht erwartet, irgendwann mal auf einer Geburtstagsfeier meiner Kinder zu sein, auf der ich in der Hauptsache Englisch sprechen muss. Es ist ein schöner interessanter Abend mit tollen Gesprächen.
Am nächsten Morgen nutze ich das schöne Wetter und für eine Wanderung. Ich gehe erst mal den gleichen Weg den ich im Sommer mit Simon und Sophie zum Nätschen hinauf . Dann geht es weiter den Berg hoch um dann schlussendlich an der Bergstation der Seilbahn, am Bergrestaurant Gütsch, auf 2340m anzukommen. Das Wetter ist einfach phänomenal. Am 4. November sitze ich im T-Shirt auf der Terrasse des Bergrestaurants in der Sonne. Traumhafter Ausblick, auf der einen Seite der Oberalppass, geradeaus der Gletscher am Gemsstock und auf der anderen Seite Andermatt im Urserental. Nach einer Vesper mache ich mich auf den Rückweg und bin gegen 18:00 Uhr zurück in Andermatt. Es war ein anstrengende Wanderung ,mit mehr als 1000hm und knapp 19km Strecke bei bestem Wetter. Super Tag. Zum Abschluß gehen Lea, Simon und ich sehr lecker Pizza essen im Spycher.
Am Dienstag breche ich nach einem gemeinsamen Frühstück auf in Richtung München. Dort kommt Silke am Donnerstag an und wir wollen Steffi und Jens besuchen. Ich bin gerne Oberstdorf und auf dem Weg nach München ist es ein passender Zwischenstopp. Nachdem ich auf dem Stellplatz angekommen bin gehe ich in wilden Männle essen und am Mittwochmorgen schlendere ich gemütlich durch das Ort. Ich wäre gerne durch die Breitachklamm gelaufen aber diese ist im November nur an den Wochenenden geöffnet….🤷♂️, egal ein anderes mal! Mittags fahre ich dann weiter nach München. Interessanterweise zieht sich das Wetter kurz nachdem ich Oberstdorf verlasse komplett zu, nach etwa 15km nur noch Nebelsuppe. Als ich bei Steffi und Jens ankomme werde ich dort mit offenen Armen und noch mehr Hundegebell begrüßt. Abends gehe ich mit Jens und den beiden Vierbeiners in der Forschung, so heißt das Restaurant!, essen und anschließend trinken wir zuhause mit Steffi, die noch arbeiten musste noch etwas.
Ich hole Silke gegen 09:00 Uhr am Donnerstag am Münchner Hauptbahnhof ab und wir gehen danach erst mal frühstücken. Das Wetter in München ist….. freundlich gesagt….. stark verbesserungsfähig! Nebel und eine gefühlte Luftfeuchtigkeit von 1000%…. ekelhaft. Wir bummeln bis Nachmittags durch die Stadt. Als wir bei Steffi und Jens ankommen, sind wir total durchgefroren. In Anbetracht der Wettervorhersagen haben wir beschlossen nach Oberstdorf zurückzufahren. Dort werden wir bei besten Wetterprognosen das Wochenende verbringen. Am Freitag frühstücken wir noch mit den Münchnern und fahren dann nach Oberstdorf. Lustigerweise reißt der Himmel kurz vor Oberstdorf auf und wir kommen bei strahlendem Sonnenschein gegen 15:00 Uhr an. Nachdem wir uns angemeldet und Karsten abgestellt haben gleiches Rahmenprogramm wir am Dienstag, bummeln und Abendessen im Ort.
Silke hat für den Samstag eine kleine Wanderung auf Komoot rausgesucht, ca. 15km und 1100hm, 4km Alpines Gelände. Das ist doch genau unser Ding!
Kurz gesagt: am Ende der Tour sind wir beide physisch und psychisch durch. Es empfiehlt sich doch die Tourbeschreibungen komplett zu lesen. Nachdem wir am Berggrat nach teils steilstem Weg und dann sehr schönem leicht alpinem Pfad angekommen sind, geht es anders weiter. Dem Grat folgend, auf teils schmalstem und vor allem ungesicherten Weg entlang, zum Geisalphorn hinauf. Weiter bis zum Abstieg über Stahlleitern und immer am Abgrund fordert uns komplett. Nach gut 90min Kletterzeit kommen wir am Weg der nach unten führt an. Der Abstieg dauert noch ca. 2,5h und als wir in Oberstdorf ankommen sind wir beide platt. Es war eine Mega Tour, das Wetter war phantastisch, unglaublich anstrengend aber absolut traumhaft, ein echtes Abenteuer!
