Nach dem Bildungsurlaub ist vor dem Urlaub. Heute kommt Silke nach Kiel mit der Bahn. Von hier wollen wir weiter nach Dänemark. Um 06:39 Uhr klingelt das Telefon und Silke meldet das erste Highlight der Bahnreise. Der Zug von Guntersblum nach Mannheim zum ICE endet in Ludwigshafen/Oggersheim….Oberleitungsschaden 🤦🏻♂️. Da sie ja das Gravelbike mit hat ist es kein Problem. Kurz 5km bis zum nächsten Bahnhof geradelt und in die Bahn wieder eingestiegen. Pünktlich im Hauptbahnhof Mannheim angekommen wird dann noch kurz das Gleis gewechselt wo der ICE ankommt. Nach kurzen hektischen Momenten und der Erkenntnis das sie an Wagen Nr.8 steht und ihr Platz in Nr.1 am anderen Ende des Zuges ist sitzt sie schlussendlich ganz entspannt im Zug. Fast pünktlich, also so das sie ihren Anschlusszug nach Kiel nicht erreicht, kommt sie in Hamburg an um dann eine Stunde später nach Kiel weiter zu fahren. Um 15.30 Uhr ist es geschafft. Ankunft in Kiel. Ich empfange sie am Hauptbahnhof. Sag noch einer „Reisen mit der Deutschen Bahn wäre kompliziert“🤣. Wir radeln zum Campingplatz und gehen zum Abendessen in den „El Möwenschiss“ nach Schilksee. Ende gut, alles gut!
Nach dem Frühstück starten wir die erste Radtour. Heute geht es nach Laboe. Einmal kurz um die Kieler Förde herum. Es ist eine schöne Tour. Die Sonne scheint….aber der Wind ist aber richtig böse. Stetig und mit starken Böen. Stellenweise fährt man wie gegen ein Kissen, so schiebt der Wind. Und zwar immer von vorne, egal in welche Richtung wir fahren. Nach knapp 70km sind wir wieder zurück und ziemlich platt. Gestern hat es uns im „Möwenschiss“ so gut gefallen das wir heute noch einmal da zum Abendessen gehen. Wir treffen dort noch zwei von Silkes Peloton Freunden und haben einen lustigen Abend mit den Beiden.
2. Tag und 2. Tour. Eckernförde soll ganz schön sein. Immer den Ostseeradweg entlang führt die Strecke Das Wetter ist anfangs sehr schön und der Wind hält sich auch in Grenzen. Es soll am Nachmittag regnen und wir sind deshalb schon zeitig gestartet. Als wir zwei Stunden später in Eckernförde ankommen ist es schon grau in grau. Es wird plötzlich sehr kalt und nach einem Kaffee und einem „Backfischbrötchen“!!! fahren wir zurück. So richtig warm werden wir nicht mehr und als wir nach wieder gut 70km in Karsten sitzen kippt das Wetter endgültig. Regen und Kalt. Die Wetteraussichten für die nächsten 7 Tage sind alles andere als gut. 3°C bis max 10°C bei starkem Wind und teilweise Dauerregen. Nach kurzen Überlegungen werfen wir unsere Pläne für Dänemark um.
Neues Ziel Gardasee. Dort sieht es nach der Wetterkarte besser aus. Nicht perfekt aber besser. Am Dienstagmorgen starten wir nach Süden. Kurzer Zwischenstopp Zuhause und Fahrräder tauschen und nach kurzer Übernachtung weiter. Die Fahrt nach Süden verläuft prima. Über den Fernpass und dann durch das Pitztal über den Kaunerberg. Übernachtet haben wir auf dem Stellplatz des „Camping via Claudiasee“. Ein schöner Platz wo man für kleines Geld 20 Stunden stehen darf. Nach dem Frühstück fahren wir über den Reschenpass nach Italien. Der Reschensee ist fast leer. Sieht schlimm aus, dort sind einige Sanierungsarbeiten im Gange. Gegen 14:00 Uhr sind wir am Ziel. Camping Marocce di Cavedine. Ich war im Herbst 2021 schon mal hier und da hat es mir sehr gut gefallen. Kleiner gemütlicher Platz für gerade mal 20 Camper. Die Betreiber super nett und alles da was man braucht. Das Wetter passt und nach der Anmeldung schwingen wir uns auf Bike und radeln eine Runde. Es ist eine schöne Tour über Radwege und Trails durch Dro bis nach Arco und zurück. Unterwegs essen wir eine Pizza und quälen uns mit vollem Bauch die 15km zurück zu Karsten. Toller Tag…..alles richtig gemacht!!!
Die Nacht ist kalt, 2,5°C. Am Morgen scheint die Sonne und nach dem Frühstück, es gibt einen Brötchenservice!, starten wir die nächste Biketour. Hmm…..irgendwas hab ich wohl gestern doch nicht so ganz richtig gemacht, Silkes Akku ist gerade mal 80% geladen. Ladekabel nicht richtig eingesteckt🫣. Wird schon reichen! Vorsichtshalber nehmen wir mal ein Ladegerät mit. Haben ist besser als brauchen! Nach gut 2km bergauf ist erst mal Ende der geplanten Strecke. Gesperrt…. Also zurück und über die Strasse nach Dro runter. An einer Aussichtstelle sieht man genau wie gewaltig in der Eiszeit der Gletscher hier gewesen ist. Eine faszinierende Landschaft die Marocche di Dro. In Arco angekommen schlendern wir kurz durch die Fussgängerzone. Gefährliches Pflaster für uns. Ein Sportgeschäft neben dem anderen. Kann teuer werden hier. Nix wie weiter nach Riva del Garda. Dort fahren wir am See bis zur „Alten Ponale Strasse“. Diese ist für mich immer wieder ein Highlight am Gardasee. Sie schlängelt sich an Steilwänden am See entlang hoch bis zum Lago di Ledro. Eine schöne aber sehr anstrengende Auffahrt. Oben am See trinken wir erst mal einen Kaffee und nachdem wir trockene Sachen angezogen haben fahren wir zurück. Durch Riva nach Torbole um den Surfern kurz zuzusehen. Unglaublich was die für Geschwindigkeiten fahren! Von dort aus radeln wir weiter nach Arco und auf dem Kirchplatz trinken wir ein leckeres Bier. In Dro kaufen wir nach kurz fürs Abendessen ein und gegen 18:30 Uhr sind wir wieder zurück. Das waren 70km und über 1100hm und Silkes Akku hat noch 15% Restkapazität. NA also….hat gereicht💪🏻. Anstrengend aber sehr schön. Nach dem Abendessen, Nudeln mit Bolo, fällt der Abend dann eher kurz aus 🥱.
Am Sonntag ist ein Ruhetag geplant. Tja, aber das Wetter ist für heute noch einmal schön angesagt und am Montag regnerisch. Wer mich kennt weiß, dass ich da keine Ruhe habe. Wir suchen eine „entspannte“ Strecke heraus, nach 2 harten Tagen nur was Leichtes. Als wir kurz nach dem Start die Straße zum Castell Drena herunterfahren, kalter Fahrtwind!, fällt mir auf das ich meine Jacke in Karsten vergessen habe. Also noch mal 2,5km bergauf zurück. Soviel zu „Entspannt“. Nach der Auffahrt zum Castell gehe ich es besichtigen. Silke hat es nicht so mit alten Gemäuern und bleibt lieber unten. Vom Burgturm hat man eine sensationelle Aussicht auf das Tal aber meine Beine sind eigentlich der Meinung Treppensteigen ist doof! Wir fahren weiter noch ein Stück den Berg hinauf um dann nach Arco abzufahren. Dabei kommen wir immer wieder an steilen Felswänden vorbei an denen sich Kletterer austoben. Arco ist eine Hochburg der Kletterer. Im Ort angekommen gibt es erst mal ein großes Eis…. sehr lecker!
Wir schlendern gemütlich durch die Fußgängerzone. Nachdem wir zurück an Karsten sind stehen doch 35km und über 700hm auf der Uhr. Entspannt war das auch nicht so richtig. Zum Abendessen grillen wir gemütlich.














